Pilzinfektionen der Haut werden Tinea genannt, der Pilzbefall der Fußsohlen und/oder Zehenzwischenräume Tinea pedis. Die häufigsten Erreger des Fußpilzes heißen Trichophyten und zählen zu den Dermatophyten.
Fußpilzerkrankungen sind weltweit verbreitet und ansteckend. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung haben Fußpilz, darunter mehr Männer als Frauen. Bestimmte Personengruppen erkranken besonders häufig, zum Beispiel Sportler. Sie sind doppelt so oft betroffen wie Nichtaktive. Auch bestimmte Berufsgruppen wie Bergleute tragen ein besonders hohes Infektionsrisiko.
Wodurch wird Fußpilz verursacht?
Spezielle Pilzerreger, Trichophyten, lösen eine Fußpilzerkrankung aus. Sie gelangen bei direktem Kontakt mit Betroffenen oder befallenen Gegenständen wie Schuhen, Strümpfen, Fußbodenflächen verschiedenster Bauart auf die Haut. Insbesondere ist die Ansteckung überall dort möglich, wo durch Barfußgehen infektiöse Hautschüppchen auf den Boden und an den Fuß anderer Menschen gelangen können, zum Beispiel in betrieblichen oder öffentlichen Duschen und Bädern. Die Pilze überleben zum Teil selbst bei Trockenheit und außerhalb des lebenden Körpers viele Monate.
Als Risikofaktoren für die Entstehung von Fußpilz gelten:
familiäre Anfälligkeit,
Fußfehlstellungen,
Benutzung öffentlicher Badeeinrichtungen,
Verletzungen,
Nervenschädigungen (periphere Neuropathie),
Diabetes mellitus,
Durchblutungsstörungen und
männliches Geschlecht.
Geschlossene Schuhe begünstigen die Entstehung von Fußpilz. Das feucht-warme Klima ermöglicht es den Pilzen, sich - bevorzugt - zwischen eng stehenden Zehen anzusiedeln.
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- Seite 2: Was sind typische Symptome bei Fußpilz?
- Seite 3: Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?
Autor: Wolfgang Reifenhäuser; Dr. med. Utta Wentscher, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dipl.-Chemikerin Claudia Urban, Medizin- und Wissenschaftsjournalistin (MA) am 30.03.11
Quelle: Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin. Springer Medizin Verlag, 2010, S. 27-30; Deutsche Dermatologische Gesellschaft; Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (15.10.2004): Leitlinie Tinea der freien Haut. URL: www.awmf-online.de (Stand 08.04.2011); Deutsche Dermatologische Gesellschaft; Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (01.10.2008): Leitlinie Tinea der freien Haut. URL: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-002.pdf (Stand 30.03.2011); Moll, I.: Dermatologie. Duale Reihe. Thieme, 2005; Rassner, G.: Dermatologie. Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, 2000; Sterry, W.: Checkliste Dermatologie. 4. Aufl. Thieme, 2000.

