Der Gebärmutterkrebs, das Uteruskarzinom, ist ein bösartiger Tumor der Gebärmutter. Im Gegensatz zum Gebärmutterhalskrebs entsteht er meist im oberen Teil der Gebärmutter, dem sogenannten Gebärmutterkörper.
ebsgeschwüre des Gebärmutterkörpers gehen in der Regel nicht von der Muskelschicht des Organs, sondern von der Schleimhaut aus, die die Gebärmutter innen auskleidet. Diese Schleimhaut heißt Endometrium
. Man spricht deshalb auch vom Endometriumkarzinom. Eine weitere Bezeichnung für Gebärmutterkrebs lautet Korpuskarzinom.
Vor den Wechseljahren bewirken die weiblichen Geschlechtshormone, dass sich die Gebärmutterschleimhaut jeden Monat erneuert. Die vorhergehende Schleimhautschicht wird mit der Regelblutung abgestoßen. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum Frauen vor allem nach den Wechseljahren an Gebärmutterkrebs erkranken. Die höchsten Erkrankungsraten finden sich bei Frauen zwischen 75 und 79 Jahren. Vor dem 40. Lebensjahr tritt die Krankheit extrem selten auf.
Das Endometriumkarzinom ist der häufigste Tumor der weiblichen Geschlechtsorgane und nach Brust-, Darm- und Lungenkrebs die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau. In Deutschland erkranken jährlich etwa 11.500 Frauen an Gebärmutterkrebs. Seit Mitte der 90er Jahre nimmt die Zahl der neuen Erkrankungen pro Jahr leicht ab, ebenso sinkt die Sterberate.
Gebärmutterkörperkrebs gehört zu den Krebsarten, bei denen - wenn früh entdeckt - gute Heilungschancen bestehen.
Autor: Ulrich Kraft; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dipl.-Chemikerin Claudia Urban, Medizin- und Wissenschaftsjournalistin (MA) am 24.03.11
Quelle: Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie
e.V.: Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms. Interdisziplinäre S2-Leitlinie, AWMF 032/034, März 2008; Baltzer, J.: Praxis der gynäkologischen Onkologie. Thieme, 1999; Bertz, J. et al.: Krebs in Deutschland: Häufigkeiten und Trends. Broschüre der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID), 5. Ausgabe, 2006; Deutsche Krebsgesellschaft; Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Interdisziplinäre kurz gefasste Leitlinie Endometriumkarzinom. URL: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-034.html (Stand: Juni 2006); Deutsche Krebshilfe e.V. (Januar 2010): Die blauen Ratgeber: Krebs der Gebärmutter und Eierstöcke. URL: http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/003_gebaermutter_eierstock.pdf (Stand 23.03.2011); Emons, G.: Endometriumkarzinom. Wann fertilitätserhaltende Behandlung, wann Operation, wann adjuvante Therapie? In: best practice onkologie 2 (5) 2010, S. 24-32; Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg: Krebs des Gebärmutterkörpers. 2003; Robert Koch-Institut; Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg.): Krebs in Deutschland. 6. überarb. Ausgabe, 2008; Robert Koch-Institut (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2005/2006. 23.02.2010. URL: http://www.rki.de/cln_116/nn_203956/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/KID2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/KID2010.pdf (Stand 23.03.2011).

