Eine Gehirnerschütterung kann nach äußerer Gewalteinwirkung auf den Kopf, zum Beispiel bei einem Sturz, Schlag oder Anprall, auftreten. Sie ist durch eine kurzfristige Bewusstseinsstörung, die bis zur Bewusstlosigkeit führen kann, und eine Gedächtnisstörung oder Erinnerungslücke (Amnesie) gekennzeichnet.
Die Gehirnerschütterung wird auch als leichtes Schädel-Hirn-Trauma (SHT) bezeichnet. Ein SHT ist eine Verletzung des Schädels beziehungsweise des Gehirns. Sie entsteht durch äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf oder Hals, zum Beispiel bei Sport- oder Verkehrsunfällen oder auch heftigen Schüttelbewegungen.
Die SHT lassen sich in mehrere Formen einteilen, die sich vor allem in der Schwere und im Verlauf der Symptome unterscheiden. Dazu gehören das leichte SHT (Gehirnerschütterung, fachsprachlich auch Commotio cerebri genannt), das mittelschwere SHT sowie das schwere SHT. Ein leichtes SHT hinterlässt häufig keine bleibenden Schäden, auch wenn die Beschwerden einen längeren Zeitraum anhalten können.
Wie macht sich eine Gehirnerschütterung bemerkbar?
Als wichtiges Kennzeichen gilt die kurzzeitige, unter 15 Minuten anhaltende Störung des Bewusstseins bis hin zur Bewusstlosigkeit, die maximal eine Stunde bestehen kann. Zu weiteren möglichen Merkmalen gehört eine Erinnerungslücke (Amnesie), die die Zeit während des Unfallgeschehens und die Stunden danach betrifft. Es gibt aber auch Erinnerungslücken für den Zeitraum vor dem Ereignis.
Zusätzlich treten häufig:
- Kopf- und Nackenschmerzen,
Schwindel,
Übelkeit und Erbrechen sowie
Kreislaufbeschwerden
auf.
Weitere vorübergehende Beschwerden können unter anderem in Form von verändertem Geschmacks- und/oder Geruchssinn, Müdigkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit vorkommen.
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Autor: Dr. med. Tadashi Makabe; Janna Christoffers, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 24.03.11
Quelle: Brandt, T.: Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen. Kohlhammer, 1998; Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Oktober 2005): Leitlinie Leichtes Schädel-Hirn-Trauma. www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/030-047.htm (Stand 07.04.2011); Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Oktober 2008): Leitlinie Leichtes Schädel-Hirn-Trauma. www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-047_S1_Schaedel-Hirn-Trauma__leichtes_10-2008_10-2013.pdf (Stand 22.03.2011); Grehl, H.: Checkliste Neurologie. Thieme, 2002; Hacke, W.: Neurologie. 13. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2010; Poeck, K.; Hacke, W.: Neurologie. 12. Aufl. Springer Medizin Verlag, 2006; Schulz, J. B.: Neurologie … in 5 Tagen. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2011; Whiteside, J. W.: Management of head and neck injuries by the sideline physician. In: Am Fam Physician (74) 2006, S. 1357-62.

