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Was ist Gelbfieber?

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Gelbfieber ist eine fieberhafte Viruserkrankung, die bestimmte Stechmücken in tropischen Regionen übertragen. Die Infektionskrankheit gehört zu den viralen hämorrhagischen Fiebererkrankungen, die mit Blutungen einhergehen können.

Hauptverbreitungsgebiete des Gelbfiebervirus sind das tropische Afrika und Lateinamerika. In diesen Gebieten treten jährlich etwa 200.000 Krankheitsfälle innerhalb der einheimischen Bevölkerung auf, ungefähr 30.000 Betroffene sterben daran. Die Zahl der bisher bei Reisenden diagnostizierten Erkrankungen ist dagegen sehr gering.

  

Wie bekommt man Gelbfieber?

Europäer stecken sich meist bei einem Urlaubsaufenthalt in dem betroffenen Gebiet durch den Stich einer infizierten Mücke an. Beim Stich gelangen die Viren in den menschlichen Körper und vermehren sich anschließend stark. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch gelingt eigentlich nur über Blutspenden.

 

Nach der Ansteckung mit dem Virus kann die Krankheit innerhalb von drei bis sechs Tagen, der sogenannten Inkubationszeit, ausbrechen.

 

Welche Krankheitszeichen treten auf?

Gelbfieber bietet kein einheitliches Krankheitsbild. Das Spektrum reicht von beschwerdefreien oder milden Formen bis hin zu schweren Verläufen mit tödlichem Ausgang. Viele Betroffene haben beispielsweise keine oder kaum Beschwerden.

 

Treten Symptome auf, kann die Erkrankung in einer oder zwei Phasen verlaufen. In der ersten Phase, zu Beginn der Infektion, sind unter anderem folgende Beschwerden möglich:

 

  • plötzliches Auftreten von hohem Fieber (um 40 Grad Celsius) mit Schüttelfrost,
  • Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen,
  • Übelkeit und Erbrechen, Appetitverlust,
  • Nasenbluten,
  • niedriger Pulsschlag.

 

Typischerweise gehen die Symptome nach etwa drei bis vier Tagen zurück. Danach heilt das Gelbfieber entweder komplett aus oder tritt in eine zweite, sogenannte toxische (giftige) Phase mit einem schwereren Verlauf ein. Das betrifft circa 15 Prozent der Erkrankten. Der Übergang in diese Phase kann bereits innerhalb der ersten 24 Stunden nach Besserung der ersten Beschwerden erfolgen. Das hohe Fieber kehrt zurück und der Puls sinkt. Daneben treten weitere Komplikationen auf, die auf eine Schädigung innerer Organe hindeuten. Beispiele hierfür sind: 

 

  • Blutungen aus Mund, Nase oder im Rachenraum, im Magen-Darm-Trakt, in der Haut beziehungsweise Schleimhaut oder in anderen Organen
  • Erbrechen von (schwarzem) Blut beziehungsweise kaffeesatzartiges Erbrechen und blutige Durchfälle
  • Störungen der Leberfunktion mit gelblicher Hautverfärbung (Ikterus Glossar-Symbol = Gelbsucht)
  • Störungen der Nierenfunktion
  • Störungen des Gehirns wie Sprachschwierigkeiten, Bewegungsstörungen oder Krämpfe

 

Autor: Dr. med. Karl Addicks; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 30.03.11

Quelle: Ärzte Zeitung: Guter Mückenschutz für Reisende oft unerlässlich. 10.05.2007. www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/reisemedizin/article/447110/guter-mueckenschutz-reisende-oft-unerlaesslich.html (Stand 10.04.2011); Coelho da Silva Carneiro, S.: Viral exanthems in the tropics. In: Clin Dermatol (25) 2007, S. 212-220; Dietel M., Suttorp N., Zeitz M. (Hrsg.): Harrisons Innere Medizin. 16. Aufl. ABW Verlag, 2005; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2007; Lang, W.: Tropenmedizin in Klinik und Praxis. Thieme, 2000; Kretschmer, H.; Kusch, G.; Scherbaum, H.: Reisemedizin. Urban & Fischer, 1999; Robert Koch-Institut: RKI-Ratgeber – Merkblätter für Ärzte: Gelbfieber. Oktober 2010. www.rki.de/cln_109/nn_467542/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__Gelbfieber.html (Stand 24.03.2011); WHO: Yellow Fever. Januar 2011. www.who.int/mediacentre/factsheets/fs100/en/index.html# (Stand 24.03.2011).

 
 
 

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