Hämangiome, sogenannte Blutschwämmchen, sind gutartige Neubildungen (Tumoren) der Blutgefäße. Sie lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten einteilen.
Im folgenden Text werden näher beschrieben:
- kapilläres Hämangiom des Neugeborenen
- kavernöses Hämangion
- eruptives (seniles) Hämangiom
Diese relativ häufigen Gefäßtumoren entstehen durch unterschiedliche, teilweise unbekannte Ursachen und treten in der Regel in einem bestimmten, für die jeweilige Form charakteristischen Lebensalter auf. Ausgangspunkt der Neubildung ist das sogenannte Endothel, also die Zellschicht, die alle Blutgefäße innen auskleidet. Hämangiome können im ganzen Körper auftreten.
Wie werden Hämangiome festgestellt?
Oft kann der Hautarzt die Diagnose aufgrund des Hautbefundes sofort stellen. Grundsätzlich ist aber zu klären, ob es sich bei der Hautveränderung tatsächlich um ein Hämangiom handelt oder etwa um eine Gefäßfehlbildung. Wichtig ist auch die Identifikation der Phase, in der sich das Hämangiom befindet. Bei bestimmten Hämangiomen ist eine weitergehende Diagnostik nötig.
Manchmal lässt sich die eindeutige Diagnose nur durch Beobachtung des Körpermales stellen.
Bei ausgedehnten oder vielen Hämangiomen muss auch immer an weitere Fehlbildungen oder Krankheiten gedacht werden.
Autor: Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Julia Hofmann am 15.08.11
Quelle: Dirschka, T.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, 2. Auflage, 2002; Jung, E. G.: Dermatologie. MLP Duale Reihe. Thieme, 5. Auflage, 2002; Sterry, W.: Checkliste Dermatologie. Thieme, 4. Auflage, 2000 / Höger, P.: Hämangiome: Therapie der Ärztlichen Praxis 6/2005 (http://www.aerztekammer-bw.de/25/10praxis/55paediatrie/0506.pdf); Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft:. Hämangiome im Säuglings- und Kindesalter., AWMF-Leitlinien, Februar 2004;

