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Was sind Hammer- und Krallenzehen?

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Die Hammerzehe (Hallux malleus) ist eine Fehlstellung der Zehen, bei der das Mittelglied nach oben und das Zehenendglied hammerartig nach unten steht.

Bei der Krallenzehe ist die Zehe im Mittel- und Endglied gebeugt und im Grundgelenk so stark nach oben gestreckt, dass die Zehe aus dem Grundgelenk weicht (Luxation). Die Zehe hat keinen Kontakt mehr zum Boden.

 

Wie entstehen diese Fehlstellungen?

Hammer- und Krallenzehen sind selten angeboren. Sie entwickeln sich, wie auch die Ballengroßzehe (Hallux valgus), meist erst in fortgeschrittenem Lebensalter, häufig als Begleiterscheinung eines bestehenden Spreizfußes. Selten führen auch Erkrankungen des Zentralnervensystems und Verletzungen an Muskeln und Nerven des Unterschenkels oder Fußes zu derartigen Fehlstellungen.

 

Ein Spreizfuß entsteht durch eine Kombination aus erblichen Faktoren, Übergewicht und unzweckmäßigem Schuhwerk. Durch die chronische (dauerhafte) Über- oder Fehlbelastung des Fußquergewölbes verliert der vordere Fußteil seine Spannung und sinkt ab. Die Zehen weichen auseinander und gelangen in eine Fehlstellung, bei der sich die Zugrichtung der Fußmuskeln und Sehnen ändert. Die veränderten Zugverhältnisse und hinzutretende Muskelverkrampfungen (Kontrakturen) bewirken die hammer- oder krallenähnliche Verkrümmung der Zehen.

 

Bei der Ballengroßzehe (Hallux valgus) weicht die Großzehe meist so stark zur Fußmitte (Hallux- valgus-Stellung) ab, dass sie dadurch die benachbarten Zehen verdrängt oder sich unter diese schiebt. Auch hier kann es in der Folge zu Hammer- oder Krallenzehen kommen.

 

Durch den Druck des Schuhs bilden sich meist auch hartnäckige schmerzhafte Hornhautschwielen (Hühneraugen, Clavus) an Zehen und Fußballen.

 

Wie wird eine Hammerzehe diagnostiziert?

Hammer- und Krallenzehen haben ein typisches Erscheinungsbild, sodass sie vom Arzt meist sofort erkannt werden.

 

Mittels einer Röntgenaufnahme können Gelenkverschleiß (Arthrose) und -auskugelung (Luxation) beurteilt werden.

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Autor: Carlos Köhler; Dr. med. Vera Wittenberg, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 15.08.11

Quelle: Niethard,F.U.: Orthopädie. MLP Duale Reihe. Hippokrates, 3. Auflage, 1997; Wirth, C.J.: Praxis der Orthopädie, Bd.1, Konservative Orthopädie. Thieme, 2001; Wirth, C.J.: Praxis der Orthopädie, Bd.2, Operative Orthopädie. Thieme, 2001/ Gesellschaft für Fußchirurgie e.V. (www.gesellschaft-fuer-fusschirurgie.de); Informationsseiten zu Hammer- und Krallenzehen von: Medizin Websites: Orthopädie und Hilfsmittel, Diabetes und Fuß, Fußprobleme. ( www.medizin-websites.de)

 
 
 

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