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Was ist eine Hausstaubmilben-Allergie?

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Hausstaubmilben produzieren Kot, gegen den einige Menschen allergisch reagieren. Menschen mit Hausstaubmilben-Allergie leiden oft das ganze Jahr über an einer verstopften oder laufenden Nase. Menschen mit einer Hausstaubmilben-Allergie erleben morgens ein böses Erwachen, wenn schon wieder die Nase zu ist, die Augen tränen, die Nase und Ohren jucken und sie Niesanfälle schütteln. In einigen Fällen kommt es sogar zu asthmatischen Reaktionen wie asthmatischer Husten oder Atemnot.

Wer eine Hausstaubmilbenallergie hat, ist nicht gegen die Milbe selbst allergisch, sondern auf einen bestimmten Eiweißstoff in deren Kot. Dieser befindet sich dort, wo Hausstaubmilben zu Hause sind: in Matratzen, Bettdecken, Polstermöbeln oder Teppichen - überall da, wo sich Menschen aufhalten. Dort herrschen für die winzigen, an sich harmlosen Gliedertierchen die besten Voraussetzungen, um zu leben: Ganz oben auf ihrem Speiseplan stehen Hautschuppen.

 

Beim Bettenaufschütteln, Staubwischen oder auch nur durch bloße Bewegung im Zimmer werden die Kotkügelchen in winzige Teile zerstäubt und aufgewirbelt. Je trockener die Luft, desto besser fliegt der Staub. Im Winter bringen vor allem Heizungen den "Kot-Staub" in Bewegung, da warme Luft nach oben steigt. Beim Einatmen gelangt der mikroskopisch klein zerlegte Kot in die Atemwege und löst die Allergie aus.

 

Hausstaubmilben sind kein Zeichen von Unsauberkeit  

Hausstaubmilben sind winzig und mit bloßem Auge kaum zu sehen: Nur einen halben Millimeter sind die weißlichen Tierchen groß. Rund 10.000 Hausstaubmilben befinden sich in einem Bett - wohlbemerkt in einem ganz normalen, "sauberen" Bett. Denn Hausstaubmilben sind kein Zeichen von Unsauberkeit. Sie gehören zum natürlichen Leben dazu. Sie ernähren sich von Hautschuppen, von denen jeder Mensch täglich bis zu zwei Gramm verliert. Genug, um 1,5 Millionen Tierchen einen Tag lang zu versorgen.

 

Hausstaubmilben können ihre Körpertemperatur und ihren Wasserhaushalt nicht selber regulieren. Sie sind deshalb den äußeren Lebensumständen völlig ausgeliefert: Ist es extrem heiß oder kalt und trocken, dann sterben sie ab. Das kann man nutzen, um hausstaubmilbenfreie Zonen zu schaffen.

 

Das Jucken und Kitzeln

Wer gelegentlich beim Staubwischen niest, muss noch lange keine Hausstaubmilbenallergie haben. Morgens ständig tränende Augen und Schnupfen, Hustenanfälle oder Hautausschlag sind dagegen typische Anzeichen für eine Hausstaubmilbenallergie.

 

Die allergische Reaktion macht sich bemerkbar durch:

 

  • Laufende oder ständig verstopfte Nase
  • Juck- und Niesreiz
  • Brennende, tränende Augen
  • Asthmatischer Husten
  • Verengung der Bronchien mit anfallsweiser Atemnot
  • Kreislaufprobleme
  • Hautreaktionen (Auslösung oder Verschlechterung eines atopischen Ekzems)

 

Wenn die Bronchien oder der Kreislauf sehr heftig reagieren, kann es für den Betroffenen gefährlich werden: Die Verengung der Bronchien führt zu einer anfallsweisen Atemnot - wie beim allergischen Asthma. Bei einer schweren allergischen Reaktion kann der Kreislauf binnen kurzer Zeit zusammenbrechen. Man spricht dann von einem allergischen Schock, der lebensbedrohlich sein kann.

Autor: Marcus Anhäuser, erstellt am 21.04.06; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 21.12.11

Quelle: DGK, ABAP, idw; Franz, J.-T.: Karenzmaßnahmen gegen Hausstaubmilben. Allergo J 2004;13: 531–540; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen; September 2009 (www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/061-004.html); Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Allergien – wie kann man im Wohnumfeld durch Hausstaubmilben verursachte Beschwerden reduzieren? Stand: April 2011; Mösges, R. et al. Inhalationsallergien. Medikamentöse Therapie der allergischen Rhinitis – ein Update. HNO Nachrichten, Supplement 2011; 1 :19-22.

 
 
 

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