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Was versteht man unter einer Herzinsuffizienz?

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Unter einer Herzinsuffizienz versteht man eine Funktionsstörung des Herzens, die mit einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit einhergeht.

Eine akute Herzinsuffizienz tritt meist durch plötzliche Ereignisse wie bei Blutgerinnseln in den Lungengefäßen, einer sogenannten Lungenembolie, oder nach einem Herzinfarkt auf. Eine chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich langsam.

 

Für Menschen, die unter chronischer Herzinsuffizienz leiden, hat die TK im Jahr 2005 in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für chronisch Kranke das Programm Telemedizin fürs Herz gestartet.

 

Was ist die Aufgabe des Herzens?

Die Aufgabe des Herzens besteht darin, den Blutkreislauf zur Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen aufrecht zu erhalten.

 

Das Herz besteht aus einer rechten und einer linken Hälfte. Mit der linken Hälfte pumpt es das Blut in den großen Körperkreislauf mit Organen wie Nieren, Gehirn, Leber und Milz. Mit der rechten Hälfte wird das Blut in die Lunge gepumpt. Je nachdem, welche Herzhälfte geschwächt ist, spricht man von einer Rechts- oder Linksherzinsuffizienz. Sind beide Herzhälften betroffen, bezeichnet man dies als Globalinsuffizienz.

 

Wie häufig ist die Herzinsuffizienz?

Die Häufigkeit einer Herzinsuffizienz ist altersabhängig: Ab dem 50. Lebensjahr leiden ein Prozent und ab dem 80. Lebensjahr zehn Prozent an einer Herzinsuffizienz. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

 

Welche Ursachen hat eine Herzinsuffizienz?

Die häufigsten Gründe für eine Herzinsuffizienz sind Bluthochdruck und die Koronare Herzkrankheit (KHK), die zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels führt. Auch ein Herzinfarkt kann mit Herzschwäche einhergehen.

 

Vermindert sich die Pumpleistung des Herzens, kann dies auch durch Herzrhythmusstörungen bedingt sein. Eine Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Herzens tritt auch bei Herzklappenfehlern, Herzmuskelerkrankungen, Entzündungen des Herzens oder bei einer Einengung des Herzbeutels auf.

 

Einige Lungenerkrankungen, beispielsweise die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), können den Widerstand im Lungenkreislauf, gegen den das Herz pumpen muss, so stark erhöhen, dass die rechte Herzhälfte überlastet wird: Eine Rechtsherzinsuffizienz entsteht.

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Autor: Dr. med. Tadashi Makabe; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 21.04.11

Quelle: Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2003); Stierle, U.: Klinikleitfaden Kardiologie  (2. Auflage 1999); Herold, G.: Innere Medizin, Selbstverlag, 2007; Dietel, M.; Suttorp, N.; Zeitz, M. (Hrsg.): Harrisons Innere Medizin. 16. Auflage Berlin: ABW Wissenschaftsverlag, 2005; Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, 2010 (http://www.herzinsuffizienz.versorgungsleitlinien.de).

 
 
 

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