Arterieller Blutdruck ist der Druck, mit dem das Blut durch die Schlagadern (Arterien) fließt. Er kommt durch die Kraft des Herzens und den Widerstand in den arteriellen Blutgefäßen zustande.
Wenn sich das Herz zusammenzieht, wird das Blut in die Arterien gepumpt: Diese Druckwelle kann man auch als Pulsschlag fühlen.
Der Druck, der während der Anspannungsphase (Systole) des Herzens in den Arterien herrscht, wird als systolischer Blutdruck bezeichnet. Danach entspannt sich das Herz, damit neues Blut in die Herzkammern fließen kann. Dadurch verändert sich in dieser auch als Diastole bezeichneten Phase der Blutdruck. Der Druck, der während der Entspannungsphase des Herzens weiterhin in den Arterien aufrecht erhalten wird, ist niedriger und wird als diastolischer Blutdruckwert bezeichnet.
Bei der Blutdruckmessung bestimmt man stets beide Werte. Die Höhe des Blutdrucks wird in Millimeter (mm) Quecksilbersäule (Hg) angegeben.
Autor: Kerstin Szielasko; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 08.02.11
Quelle: Hahn, J. M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme (3. Auflage 2000); Harrison, T. R.: Harrisons Innere Medizin. ABW Wissenschaftsverlag (2003) / Herold, G. (Hrsg.): Innere Medizin 2007, Selbstverlag, Reuter, P.: Springer Lexikon Medizin, 2004, Springer-Verlag

