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Was ist eine Impetigo contagiosa?

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Bei der Impetigo contagiosa handelt es sich um eine durch Bakterien ausgelöste oberflächliche Infektion der Haut. Sie kommt vorwiegend bei Kleinkindern und Säuglingen vor und ist hoch ansteckend. Andere Namen für die Krankheit sind "Eiterflechte", "Grindflechte" oder "Pustelflechte". 

Am häufigsten tritt die Erkrankung in den warmen Monaten auf. Viele Kinder stecken sich in Kindergärten und Schulen an. Besonders verbreitet ist die Impetigo contagiosa bei den Drei- bis Achtjährigen.

 

Wie kommt es zu einer Impetigo?

Ursache für die Hauterkrankung sind Bakterien, vor allem Staphylokokken; aber auch Streptokokken Glossar-Symbol kommen als Auslöser infrage. Die Übertragung erfolgt meist durch die sogenannte Schmierinfektion Glossar-Symbol, das heißt über den direkten Kontakt mit einem Erkrankten beziehungsweise den veränderten Stellen auf dessen Haut.

 

Begünstigende Faktoren

Unsauberkeit und kleine Verletzungen können das Auftreten einer Impetigo unterstützen. Möglicherweise wirken auch Störungen der körpereigenen Abwehr (Immunstörungen) und Erkrankungen in der direkten Umgebung begünstigend.

 

Wie sieht eine Impetigo contagiosa aus?

Zunächst tritt ein juckender roter Hautausschlag auf, der mit flüssigkeits- oder eitergefüllten kleinen Bläschen übersät ist. Die Bläschen enthalten Bakterien, weshalb sie als hoch ansteckend gelten. Platzen die Bläschen oder werden sie aufgekratzt, setzen sie weitere Erreger frei. Im Verlauf trocknen die Blasen ein und es entstehen honiggelbe Krusten. Die Hautveränderungen befinden sich vorwiegend im Gesicht, besonders in der Nasen- und Mundgegend. Durch Kontakt mit den infizierten Bereichen kann sich die Infektion auch auf andere Körperstellen wie Hals oder Gliedmaßen ausbreiten. Andere mögliche Beschwerden sind zum Beispiel Fieber oder Lymphknotenschwellungen.

 

Es gibt zwei Typen der Impetigo:

Kleinblasiger Typ

In diesem Fall zeichnet sich die Infektion durch honiggelbe Krusten und oberflächliche Hautverletzungen (Erosionen) aus.

 

Großblasiger Typ

Hier sind große, prall gefüllte Blasen typisch.

Autor: Dr. med. Charlotte Willers; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 21.04.11

Quelle: Altmeyer P. : Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer-Verlag (1997); Braun-Falco O.: Dermatologie und Venerologie. Springer-Verlag (1996); Dirschka, T.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, 2. Auflage, 2002; Fritsch P.: Dermatologie und Venerologie, Lehrbuch und Atlas. Springer-Verlag (1998); Schmoeckel, Ch.: Lexikon und Differentialdiagnose Glossar-Symbol der klinischen Dermatologie. Thieme, 1994; Sterry, W.: Checkliste Dermatologie. Thieme, 4. Auflage (2000) / Berner, R.: Streptokokkeninfektionen der Haut. Monatsschrift Kinderheilkunde, Vol. 153, Nummer. 4, April 2005(April 2005), Springer-Verlag; Illing, S.: Klinikleitfaden Pädiatrie. 6. Auflage 2003, Urban und Fischer Verlag, 6. Auflage 2003; Lentze, M.J.: Pädiatrie Grundlagen und Praxis. 2. Auflage 2003, Springer Verlag, 2.Auflage 2003; Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Infektiologie (ADI) Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft für Dermatologische Infektiologie. Streptokokkeninfektionen der Haut und Schleimhäute. Mai 2006 (www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/013-054.htm);Abeck, D.: Impetigo contagiosa. Wann topisch, wann systemisch behandeln? Allgemeinarzt 2008; 20: 31-32; Hofmann, H.; Schnopp, C.: Kinderdermatologie. Aktuelle Aspekte bakterieller Hautinfektionen im Kindesalter. Hautarzt 2009; 60: 183-193;Marini, A.; Hengge, U. R.: Wichtige virale und bakterielle Infektionen der Haut und Schleimhäute. Internist 2009; 50: 160-170

 
 
 

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