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Was ist Bewusstlosigkeit?

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Die Bewusstlosigkeit ist definiert als Zustand, in dem jede bewusste Wahrnehmung ausgeschaltet ist. Der Mensch kann nicht kommunizieren und auf äußere Reize nur eingeschränkt reagieren. Körperliche Funktionen wie Blutkreislauf oder Atmung können jedoch erhalten bleiben.

Eine nur wenige Sekunden bis Minuten andauernde Bewusstlosigkeit wird auch als Ohnmachtsanfall oder Synkope bezeichnet.

 

Welche Formen von Bewusstseinsstörungen kann man unterscheiden?

Störungen des Bewusstseins lassen sich in verschiedene Stadien oder Tiefen unterteilen. Die leichteste Form der Bewusstseinsstörung ist die Benommenheit. Dabei sind Denken und Handeln verlangsamt und die Orientierung erschwert. Bei manchen Krankheitsbildern folgt dieser Störung ein Dämmerzustand, aus dem der Betroffene noch durch äußere Reize wie Ansprechen oder Berühren erweckbar ist. Der Patient ist dann jedoch ausgesprochen schläfrig (Somnolenz).

 

Verschiedene Grade der Bewusstseinsstörung möglich

Bei einer noch tieferen Störung des Bewusstseins gerät der Patient in einen schlafähnlichen Zustand, den Sopor. Auch stärkere Reize reichen nicht aus, um den Patienten zu wecken. Erst bei stärksten Reizen, zum Beispiel bei Schmerzreizen, zeigt der Betroffene eine Reaktion.

 

Ein Koma kann lebensgefährlich sein

Die schwerste Form der Bewusstseinsstörung ist das Koma. Der Betroffene kann durch äußere Reize nicht mehr erweckt werden. Die normale Grundspannung der Muskulatur ist herabgesetzt und der Körper ist schlaff. Die Zunge kann in diesem Zustand zurück in den Rachen sinken und die Atemwege blockieren. Wichtige Reflexe, die für den Menschen Schutzfunktionen haben, sind nicht mehr auslösbar. Wenn zum Beispiel der Husten- oder Schluckreflex ausfällt, besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Luftwege des Bewusstlosen gelangt. Im Koma besteht deshalb Lebensgefahr.

Autor: Christoph Klimsa; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 09.11.11

Quelle: Classen, Diehl, Kochsiek: Innere Medizin. Urban & Schwarzenberg (4. Auflage 1998); Sefrin, P.: Notfalltherapie. Urban & Fischer Verlag (6. Auflage 1998) / Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2006); Braun, J.: Klinikleitfaden Intensivmedizin. Elsevier (6. Auflage, 2005); ESC-Guidelines: Guidelines for the diagnosis and management of syncope (Version 2009). Eur Heart J 2009. doi:10.1093/eurheartj/ehp298

 
 
 

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