Eine Struma, auch Kropf genannt, ist eine gutartige Vergrößerung der Schilddrüse.
Eine gesunde Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, die schmetterlingsförmig aneinandergeschmiegt sind. Ihr Gewebe ist sehr weich und sie wiegt durchschnittlich etwa zwölf bis 20 Gramm. Mit mehr als 90 Prozent aller Schilddrüsenerkrankungen ist die Struma die häufigste Störung. Im Jodmangelgebiet Deutschland leidet jeder Dritte daran. Da die Schilddrüse ihre Hormone ganz normal produziert, treten meist keine Beschwerden auf und die Vergrößerung wird oft nur durch Zufall entdeckt. Dennoch handelt es sich um eine Erkrankung, die weiter voranschreiten kann und deshalb einer genaueren Untersuchung und Behandlung bedarf.
Szintigraphie einer Schilddrüse
In einer vergrößerten Schilddrüse können sich Gewebeinseln bilden, die gar keine Hormone mehr produzieren, so genannte kalte Knoten. In seltenen Fällen kann sich daraus Krebs entwickeln. In anderen Gewebeteilen kann die Hormonproduktion außer Kontrolle geraten. Dann spricht man von heißen Knoten", auf die jede zweite Schilddrüsenüberfunktion zurückgeht. Über die Funktion der Schilddrüse und deren Hormonproduktion sowie die Beschaffenheit von Schilddrüsenknoten können verschiedene bildgebende Untersuchungen und Bluttests Aufschluss geben. Eine wichtige Untersuchung der Schilddrüse ist die Szintigraphie.
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Autor: Kerstin Szielasko; Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.06; zuletzt aktualisiert von Dr. med. B. Kurzidim am 15.03.10
Quelle: Bell,E.: Radiojodtherapie bei benignen und malignen Schilddrüsenerkrankungen. Springer, 1999; Grundlagen der Chirurgie G 80, Beilage zu Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, 27. Jg., Nr. 3, Stuttgart, Juli 1998 /Herold G.: Innere Medizin, Selbstverlag 2006; Harrisons Innere Medizin, ABW Wissenschaftsverlag 2003; www.schilddruese.de, www.forum-schilddruese.de

