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Was ist Kehlkopfkrebs und wodurch entsteht er?

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Ein Kehlkopfkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung des Kehlkopfes (Larynx). Der Fachbegriff dafür lautet Larynxkarzinom. Kehlkopfkrebs ist im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen selten, jedoch der häufigste bösartige Tumor im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland circa 4.000 Menschen daran, fast 90 Prozent davon sind Männer, wobei die Frauen in den vergangenen Jahren stark aufholen.

 

Die Glottis ist der stimmbildende, aus den Stimmbändern bestehende Teil des Kehlkopfes. Man unterscheidet bei den Kehlkopfkarzinomen Tumoren, die sich oberhalb (supraglottisch), unterhalb (subglottisch) oder im Bereich der Glottis (glottisch) befinden. Diese Einteilung ist vor allem hinsichtlich der Beschwerden, der Behandlung und der Prognose von Bedeutung.

 

Die wichtigste Ursache für die Entstehung von Kehlkopfkrebs sind eingeatmete Giftstoffe. Dabei ist das Zigarettenrauchen der bei Weitem häufigste Auslöser. Die Kombination mit Alkohol scheint die Entwicklung von Kehlkopfkrebs zu begünstigen. Eine weitere wichtige Ursache für Kehlkopfkrebs sind Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV). Einige chemische Giftstoffe (Asbest, Benzol, Nickel und andere) haben vermutlich ebenfalls eine krebsauslösende Wirkung.

 

Wie macht sich Kehlkopfkrebs bemerkbar?

Die frühen Stadien des Kehlkopfkrebses verursachen oft keine Beschwerden. Bei fortschreitendem Wachstum des Tumors sind Heiserkeit, eine raue Stimme, Fremdkörpergefühl im Hals, Schluckbeschwerden und Räusperzwang häufige Erscheinungen.

 

Da diese Symptome auch bei leichteren Erkrankungen auftreten können, sollte bei jeder Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält, eine gründliche Untersuchung des Kehlkopfes durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt erfolgen.

 

Je nach Größe und Ort des Tumors kann Kehlkopfkrebs auch blutigen Schleim und Atemnot hervorrufen. Eine rasche Gewichtsabnahme oder ein plötzlicher Leistungsknick mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwäche sind allgemeine Zeichen, die bei einer Krebserkrankung vorkommen können.

Autor: Wolfgang Reifenhäuser; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Thomas Franke am 24.05.11

Quelle: Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. 3. Auflage, Thieme, 1999; Boenninghaus, H.G.: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Springer, 11. Auflage, 2000; Kruse, E.: Die Stimme bleibt. Funktionale Stimmrehabilitation nach Kehlkopfkrebs. Medien in der Medizin. Georg-August-Universität Göttingen, 1997; Probst, R.: Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde. Thieme, 2000; Steiner, W.: Endoskopische Laserchirurgie der oberen Luft- und Speisewege. Thieme, 1997; Boenninghaus, Lenarz: HNO. Springer, 13. Auflage, 2007; Robert Koch-Institut: Krebs in Deutschland 2005/2006. Häufigkeiten und Trends. 7. Auflage, 2010 (www.rki.de/cln_169/nn_203956/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/KID2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/KID2010.pdf); Deutsche Krebshilfe: Rachen- und Kehlkopfkrebs, 2009; Tumorzentrum München und W. Zuckschwerdt Verlag: Manual Kopf-Hals-Malignome, 2009.

 
 
 

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