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Was ist Magersucht?

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Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine schwere Störung des Essverhaltens, bei der Betroffene ihr ohnehin schon niedriges Körpergewicht nicht aufrecht erhalten können.

Magersüchtige haben extreme Angst zuzunehmen. Bei einem gestörten Körperbild nehmen sie ihren Körper anders wahr, als er objektiv ist. Trotz des offensichtlichen Untergewichts fühlen sich die Betroffenen zu dick. Die selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme kann so drastisch sein, dass lebensbedrohliche körperliche und psychische Veränderungen entstehen.

 

Eine spezielle Form der Magersucht ist die Anorexia athletica, die bei Sportlern auftritt. Während bei magersüchtigen Nichtsportlern das Erreichen eines übertriebenen Schlankheitsideals im Vordergrund steht, hungern Athleten für bessere sportliche Leistungen. Gefährdet sind Frauen und Männer, die ästhetische Sportarten (zum Beispiel Kunstturnen oder Eiskunstlauf),  Sportarten mit Gewichtsbeschränkungen (zum Beispiel Judo oder Karate), Ausdauersportarten (zum Beispiel Langstreckenlauf) oder Sportarten, bei denen ein geringes Gewicht vorteilhaft ist (zum Beispiel Skispringen), betreiben.

 

Wie häufig ist die Magersucht?

Seit den siebziger Jahren ist ein Anstieg der Erkrankungszahlen zu verzeichnen. Etwa 0,5 bis ein Prozent der Bevölkerung erkranken an Magersucht. Auch junge Mädchen unter 14 Jahren können an Magersucht leiden. Mädchen und Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Jungen und Männer. Besonders gefährdet sind Menschen, in deren Leben das Gewicht eine besondere Rolle spielt, zum Beispiel Models, Balletttänzerinnen oder Jockeys. 

Autor: Barbara Janker; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 27.04.11

Quelle: Buhl, C.: Magersucht und Esssucht. Ursachen, Beispiele, Behandlung. Trias, 1991; Jacobi, C.: Kognitive Verhaltenstherapie bei Anorexia und Bulimia nervosa. Psychologie Verlags Union Verlagsgruppe Beltz, 2000; Laessle, R.G.: Essstörungen. In: H.Reinecker: Lehrbuch der klinischen Psychologie. Modelle psychischer Störungen. Hogrefe, 1998; Uexküll ,T. von: Psychosomatische Medizin. Urban & Fischer, 5. Auflage, 1998; Wissenschaftliches Kuratorium der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS Info): Essstörungen, Suchtmedizinische Reihe, Band 3 (2004); Holtkamp, Kristian; Herpertz-Dahlmann, Beate: Zertifizierte Medizinische Fortbildung: Anorexia und Bulimia nervosa im Kindes- und Jugendalter; Dtsch Arztebl 2005; 102(1-2): A-50 / B-40 / C-38; Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Essstörungen, 12/2010 (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf); Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: http://www.bzga-essstoerungen.de

 
 
 

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