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Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD)?

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Bei der altersbedingten Makuladegeneration geht die zentrale Sehschärfe eines Auges ganz oder teilweise verloren. Dazu kommt es, weil sich Stoffwechselprodukte in den Sinneszellen des Gelben Flecks, der Makula lutea, ablagern und diese zerstören.

Der Gelbe Fleck ist eine nur wenige Quadratmillimeter kleine Fläche der Netzhaut (Retina), auf der das Motiv scharf abgebildet wird, welches das Auge gerade fixiert. An dieser Stelle befinden sich sehr viele Sinneszellen. Dadurch ist die Makula der Punkt mit der höchsten Sehschärfe. Die übrige Netzhaut nimmt nur Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahr. Somit erfassen die Augen zwar ein großes Gesichtsfeld, können aber nur in einem relativ kleinen Ausschnitt in der Mitte scharf sehen.

 

Eine Makuladegeneration kann ein- oder beidseitig auftreten und zur Erblindung führen. Es geht nur das Sehen im Sehzentrum verloren, Lichtwahrnehmung und Orientierung über die Randbereiche des Gesichtsfeldes bleiben erhalten. Dennoch liegt damit im gesetzlichen Sinne bereits eine Erblindung vor.

 

Die AMD ist die häufigste Ursache für Erblindung in den westlichen Industriestaaten. Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Häufigkeit der AMD an. Frühstadien der AMD kommen bei jedem fünften 70-Jährigen und bei 30 bis 40 Prozent aller 85-Jährigen vor.

 

Wie äußert sich die AMD?

Die altersbedingte Makuladegeneration verursacht keine Schmerzen. Erste Anzeichen machen sich zumeist beim Lesen bemerkbar. Fixierte Buchstaben, Worte oder Teile eines Fotos erscheinen verschwommen, verzerrt oder verbogen (Metamorphopsien). Worte können wie von einem Schatten überlagert erscheinen, Farben wirken blasser. Mit der Zeit wird dieser zentrale Schatten größer oder der Erkrankte nimmt mittig einen leeren Bereich wahr.

 

Da nur die Netzhautmitte betroffen ist, bleibt das seitliche Gesichtsfeld erhalten. So kann man zum Beispiel eine Uhr sehen, die Uhrzeit jedoch nicht mehr erkennen.

 

Was sind die Ursachen für die altersabhängige Makuladegeneration?

Wenn Stoffwechselprodukte im Laufe des Lebens die unter der Makula gelegene Pigmentschicht schädigen, kann eine AMD entstehen. Möglicherweise spielt auch eine Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems eine Rolle bei der Krankheitsentstehung. Die genauen Ursachen für die AMD sind allerdings noch nicht eindeutig geklärt.

 

Neben dem Alter können weitere Faktoren die Entstehung einer Makuladegeneration begünstigen. Demnach sind Menschen, in deren Familie die AMD bereits aufgetreten ist, gefährdeter als Menschen ohne eine solche Vorbelastung. Auch Rauchen und UV-Strahlung gelten als besondere Risikofaktoren.

Autor: Anja Gertner; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 21.12.11

Quelle: Grehn, F: Augenheilkunde. Springer, 27. Auflage, 1998; Kampik-Grehn: Augenärztliche Differenzialdiagnose Glossar-Symbol. 2000/ Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.,Vetter, C.: Ophthalmologie: Fortschritte für Jung und Alt. Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 14 vom 06.04.2007; Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (2001): Altersabhängige Makuladegeneration; Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.: Mitteilungen der DOG "Aktuelle therapeutische Möglichkeiten bei der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration". In: Der Ophthalmologe 7 (2007), S. 104:628-634; Ärzte Zeitung vom 31.07.(2008):, Therapie gegen Gefäßsprossung im Auge; Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V.: Leitlinie Nr. 21 - Altersabhängige Makuladegeneration, Stand: November 2011; Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Merkblatt Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), Stand: Juli 2011; Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Altersbedingte Makuladegeneration – Welche Vor- und Nachteile bringen Medikamente, die in den Augapfel gespritzt werden, Stand: Juni 2011.

 
 
 

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