Die Menisken (Einzahl Meniskus) sind sichelförmige Knorpelscheiben im Kniegelenk. Dieses wird aus dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein gebildet. In jedem Kniegelenk befinden sich zwei Menisken, jeweils ein Innen- und ein Außenmeniskus.
Die Menisken liegen zwischen dem Schienbeinkopf und den kufenförmigen Enden des Oberschenkelknochens. Die Knorpelscheiben nehmen einen Teil der Gewichtsbelastung auf und verteilen diese gleichmäßig auf das Gelenk. Sie haben im Bereich des Kniegelenks die Funktionen eines Lastverteilers, Bremsklotzes, Stoßdämpfers und Stabilisators.
Wodurch entstehen Meniskusschäden?
Ein Meniskusschaden kann verschiedene Ursachen haben, eine Möglichkeit sind altersbedingte Verschleißerscheinungen. Je nach Beanspruchung treten diese unter Umständen schon in jungen Jahren auf. Faktoren, die zu einer erhöhten Beanspruchung führen, sind lang andauernde, kniende Tätigkeiten (zum Beispiel Fliesenleger) und vor allem bestimmte sportliche Aktivitäten.
Ursache für akute Meniskusverletzungen sind vor allem Sportarten wie Fußball und Skilaufen, bei denen es häufig zu plötzlichen Drehbewegungen mit abrupten Bewegungsstopps kommt. Durch die Einwirkung von Scherkräften kann der Knorpel dann einreißen. Aber auch eine einfache sportliche Betätigung wie Joggen belastet über Jahre hinweg das Knorpelgewebe und kann so einen Meniskusschaden nach sich ziehen.
Wer ist gefährdet?
Verletzungsbedingte Meniskusschäden treten vorwiegend im dritten Lebensjahrzehnt auf. Männer sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Meniskusschäden, die auf Verschleißerscheinungen beruhen, kommen in erster Linie ab dem 50. Lebensjahr vor.
Der Innenmeniskus ist deutlich häufiger von einer Verletzung betroffen als der Außenmeniskus. Meniskusschäden, bei denen gleichzeitig Bänder verletzt sind, zeigen sich meist als Risse im Bereich des inneren Meniskusrandes. Sie treten besonders häufig bei jüngeren und aktiveren Personen auf und werden überwiegend durch Sport oder Unfälle verursacht.
Reine Meniskusverletzungen, bei denen die stabilisierenden Bänder im Kniegelenk unversehrt sind, treten meist erst im höheren Lebensalter auf. Gleichzeitig liegt oft ein Verschleiß des Meniskus vor.
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Autor: Dr. med. Roland Werners; Ulrich Kraft, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 19.08.11
Quelle: Debrunner, A.M.: Orthopädie und Orthopädische Chirurgie. Huber (4. Auflage, 2002); Niethard, F.U.: Orthopädie. MLP Duale Reihe. Hippokrates (2002); Niethard F.U., Pfeil J.: Duale Reihe Orthopädie. 5. Auflage, 2005, Thieme Verlag; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie. Meniskuserkrankungen. April 2002 (www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/033-006.htm); Hoc S.: Meniskus-Schäden: Ziel ist die Rekonstruktion oder Regeneration. Deutsches Ärzteblatt 2005; 102: A2004

