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Was ist das metabolische Syndrom?

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Das metabolische Syndrom setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dazu gehören: Fettsucht (Adipositas), Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Fettstoffwechselstörung.

Das Zusammenwirken dieser Faktoren erhöht schleichend die Gefahr für Arterienverkalkungen und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall. Neben ungesunder Ernährung und mangelnder Bewegung werden auch genetische Risikofaktoren als Auslöser für das metabolische Syndrom diskutiert.

 

Schätzungen zufolge sind in der Bundesrepublik rund 15 bis 20 Millionen Menschen betroffen.

 

Welche Rolle spielt der Fettstoffwechsel?

Fettstoffwechselstörungen sind eine der vier Komponenten, die zum metabolischen Syndrom gehören. Veränderte Fettkonzentrationen spielen dabei eine wichtige Rolle.

 

Der Körper muss einen Weg finden, Cholesterin Glossar-Symbol im Blut zu transportieren. Dies geschieht durch Lipoproteine. Sie bestehen aus Fett- (Lipid) und Eiweißanteilen (Apoprotein) und transportieren das Cholesterin über die Blutgefäße zu den Körperzellen. Lipoproteine gibt es mit niedriger (LDL) und hoher (HDL) Dichte.

 

Schlechtes Cholesterin

Der LDL-Cholesterin-Komplex gilt als die schlechte Variante, weil er Cholesterin wieder ins Blut abgibt, sobald die Aufnahmekapazität der Zellen überschritten ist. In der Folge lagert sich das überschüssige Cholesterin an den Gefäßwänden ab – eine Arteriosklerose Glossar-Symbol (Arterienverkalkung) entsteht.

 

Gutes Cholesterin

HDL nimmt dagegen überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und bringt es zur Leber zurück. HDL kann auch bereits an den Gefäßwänden gebundenes Cholesterin wieder herauslösen. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung der Gefäßverkalkung.

 

Triglyzeride

Triglyzeride sind aus Fettsäuren zusammengesetzt. Der Organismus speichert sie als sogenanntes Depotfett, zum Beispiel im Fettgewebe oder in der Leber.

 

Beim metabolischen Syndrom sind die HDL-Cholesterinkonzentrationen oft zu niedrig, hinzu kommen häufig erhöhte Triglyzeridwerte.

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Autor: Marcus Anhäuser, erstellt am 20.06.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 19.08.11

Quelle: Lipid-Liga, Ärzte-Zeitung, Max-Dellbrück-Zentrum; Wirth A.: Mit den Kilos schwinden auch Blutzucker und Fette. Cardiovasc (www.cardiovasc.de/hefte/2003/01/22.htm#top); Qiao Q. et al.: Metabolic syndrome and cardiovascular disease. Ann Clin Biochem 2007; 44: 232-263; Herold G.: Innere Medizin. 2007, Selbstverlag

 
 
 

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