Myome sind gutartige Muskelwucherungen der Gebärmutter. Der Fachbegriff für eine Gebärmutter, in der solche Myomknoten vorhanden sind, lautet Uterus myomatosus.
Circa ein Viertel aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter haben Beschwerden durch Myome. Ein Großteil der Myome verursacht jedoch keine Beschwerden, und die betroffenen Frauen wissen von ihrer Existenz oft nichts oder erfahren nur zufällig davon. Myome sind der Grund für 60 Prozent aller Gebärmutterentfernungen.
Die meist runden Myome können bis zu mehrere Zentimeter groß werden. Sie liegen hauptsächlich im Bereich des Gebärmutterkörpers, und zwar unter der Schleimhaut der Gebärmutterhöhle (submukös), direkt in der Muskelwand der Gebärmutter (intramural) oder an der Gebärmutteroberfläche (subserös).
Die Entstehung eines bösartigen Tumors aus einem Myom
ist mit 0,3 Prozent sehr selten.
Wie entstehen Myome?
Myome treten nur bei Frauen während der Geschlechtsreife auf, vor der ersten Regel kommen sie nicht vor und nach den Wechseljahren (Menopause
) entwickeln sich keine neuen Myome mehr, bereits vorhandene Myome können aber bestehen bleiben.
Myomknoten können nur entstehen, wenn das weibliche Geschlechtshormon Östrogen vorhanden ist. Neben dem Östrogen spielt auch das Gelbkörperhormon (Progesteron
) eine Rolle. Deshalb schrumpfen Myome nach der Menopause, wenn die weiblichen Geschlechtshormone zurückgehen oder wenn Medikamente die Hormonkonzentrationen absenken. Andersherum können Myome an Größe zunehmen, wenn die Hormonspiegel erhöht sind, zum Beispiel in der Schwangerschaft.
Darüber hinaus scheinen erbliche Komponenten von Bedeutung zu sein, denn es ist eine familiäre Häufung von Myomen zu beobachten. Außerdem sind Afroamerikanerinnen besonders häufig betroffen. In den Myomen selbst sind diverse Veränderungen des genetischen Materials der Zellen nachweisbar.
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Autor: Dr. med. Annette Baumann; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 23.11.11
Quelle: Berg, Ch.: Sinn und Unsinn der organerhaltenden Myomoperation. In: Der Frauenarzt (2001); Feige et al.: Frauenheilkunde. Urban & Schwarzenberg (1997); Müller et al.: Myome - Entstehung, Diagnostik und Therapie. In: Frauenheilkunde uptodate (2007); David, M. u. Ebert, A.: Diagnostik und Therapie von Myomen - Neues und Bewährtes. In: Gynäkologie und Geburtshilfe (2005); Baum, S. et al.: Myome des Uterus - Therapieoptionen im Überblick. gynäkologie+geburtshilfe 2010;3:18-22; Rein, D.T. et al.: Multimodale Behandlung des Uterus myomatosus. Frauenarzt 50 (2009) Nr. 9:752-758; Kröncke, T. et al.: Uterusarterienembolisation zur Myombehandlung – Ergebnisse des III. Radiologisch-gynäkologischen Konsensustreffens. Frauenarzt 2010;7:644-648; Eckey, T. et al.: Nichtinvasive Thermoablation symptomatischer Uterusmyome mit MR-gesteuertem hochenergetischem Ultraschall
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