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Was ist Neurodermitis?

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Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung, die meist schon im Säuglings- oder frühen Kindesalter beginnt. Sie geht mit starkem Juckreiz einher und verursacht nicht selten großen Leidensdruck. Typisch ist der schubförmige Verlauf mit immer wieder auftretenden Krankheitszeichen.

Bei der Entstehung der Krankheit wirken anlagebedingte, persönliche und Umweltfaktoren zusammen. Welche Faktoren dies im Einzelnen sind, ist individuell verschieden. Bei einem großen Teil der Betroffenen spielt eine allergische Komponente eine Rolle. Bei ihnen lassen sich spezielle Antikörper Glossar-Symbol gegen Allergieauslöser wie Pollen oder Nahrungsmittelbestandteile nachweisen. Ärzte sprechen in diesem Fall von einer extrinsischen Form der Neurodermitis. Die nichtallergische Form der Neurodermitis bezeichnen sie als intrinsisch.


 

Am häufigsten tritt die Neurodermitis im Kindesalter auf. Bis zur Einschulung leiden in Europa etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder zumindest zeitweilig unter einer Neurodermitis. Bei Erwachsenen ist die Erkrankung seltener, nur etwa 1,5 bis drei Prozent sind betroffen.

 

In den vergangenen fünfzig Jahren hat die Häufigkeit der Neurodermitis stark zugenommen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass besonders Veränderungen der allgemeinen Lebensbedingungen dazu beigetragen haben.

Autor: Dr. med. Utta Wentscher; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 28.04.11

Quelle: Altmeyer P. : Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2010; Braun-Falco, Plewig G, Wolff HH. Dermatologie und Venerologie. Springer-Verlag (2005), ISBN: 3-540-53542-x; Fritsch P. Dermatologie und Venerologie, Lehrbuch und Atlas. Springer-Verlag (1998), ISBN: 3-540-61169-x; Orfanos CE, Garbe C: Therapie der Hautkrankheiten. Springer-Verlag (1995), ISBN: 3-540-58412-9;; Deutsches Grünes Kreuz e.V.: Neuere Entwicklungen in der Behandlung der Neurodermitis: Tacrolimus und Pimecrolimus; Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen (BVDD). Therapie des atopischen Ekzems mit Calcineurin-Inhibitoren. Januar 2009; Homepage des Deutsche Allergie-und Asthmabundes e. V. (DAAB) (www.daab.de/index.php); Moll, Ingrid (Hrsg.): Duale Reihe - Dermatologie. 6. Auflage. Stuttgart: Thieme, 2005; Deutsche Dermatologische Gesellschaft (abgestimmt mit dem Berufsverband Deutscher Dermatologen): Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Neurodermitis, Nr. 013/027 (Stand April 2008).

 
 
 

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