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Was ist ein Ödem?

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Wenn Wasser aus den Gefäßen austritt und sich im umliegenden Gewebe ansammelt, spricht man von einem Ödem. Ab einer gewissen Menge an Wasser im Gewebe tritt eine Schwellung auf, die darüber liegende Haut spannt sich.

Ödeme Glossar-Symbol können an fast allen Körperteilen auftreten, zum Beispiel an den Füßen, Beinen oder im Gesicht. Außerdem kann eine Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle vorkommen (Aszites). Auch im Gehirn oder in der Lunge kann sich Wasser ansammeln, zum Beispiel bei einer Höhenkrankheit, was zu lebensbedrohlichen Symptomen führen kann.

 

Welche Ursachen hat ein Ödem?

Leichte Knöchelödeme können manchmal auch beim Gesunden nach längerem Stehen oder Sitzen oder bei großer Hitze sowie bei Frauen kurz vor der Regelblutung und in der Schwangerschaft vorkommen. Diese Ödeme gehen normalerweise von selbst wieder zurück.

 

Hinter starken Ödemen verbergen sich meist ernste Erkrankungen, zum Beispiel:

 

  • Nierenerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Allergien
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • Venenerkrankungen, zum Beispiel Venenschwäche, Thrombose Glossar-Symbol (Blutgerinnsel in den Venen)
  • Störungen des Abflusses der Lymphe (Gewebswasser), zum Beispiel bei Fehlanalage, nach Operationen oder bei Krebserkrankungen
  • Eiweißmangel im Blut
  • Medikamente, zum Beispiel einige blutdrucksenkende Medikamente, Schmerzmittel, Kortisonpräparate, Antidepressiva
  • Allergien

 

Welche Untersuchungen führt der Arzt durch?

Der Arzt wird zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten führen. Bei der anschließenden körperlichen Untersuchung achtet der Arzt genau auf die Verteilung der Ödeme, tastet die Leber und hört die Lungen ab.

 

Schließlich sind spezielle Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen, Ultraschall Glossar-Symbol-, Blut- und Urinuntersuchungen notwendig, um die Grunderkrankung zu diagnostizieren.

 

Wie werden Ödeme behandelt?

Die Behandlung der Grunderkrankung steht hier im Vordergrund. Zur Linderung der durch Ödeme verursachten Beschwerden können die Betroffenen entwässernde Medikamente (Diuretika) einnehmen. Gegebenenfalls sollten sie die tägliche Flüssigkeitsaufnahme vermindern und Kompressionsstrümpfe oder -verbände tragen.

 

Bei Lymphödemen erfolgt eine Entstauungstherapie, zum Beispiel durch eine manuelle Lymphdrainage, eine Bewegungstherapie oder eine Kompressionsbehandlung. Sie hat zum Ziel, den Abfluss der Lymphflüssigkeit zu verbessern. Lediglich in Einzelfällen, wenn diese Behandlung langfristig erfolglos bleibt, kommen chirurgische Verfahren wie eine Transplantation von Lymphgefäßen infrage.

 

Patienten mit Lymphödemen sollten auf eine sorgfältige Hautpflege wert legen, weil ein Lymphödem häufig mit einer sehr trockenen, juckenden und möglicherweise auch infizierten Haut einhergeht. Besonders geeignet sind zum Beispiel natürliche und hautverwandte Fette und Öle sowie Harnstoffpräparate. 

Autor: Andreas Becher; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 18.10.11

Quelle: Conselium Cedip. Practicum, 2000; Ferlinz, R.: Internistische Differenzialdiagnose Glossar-Symbol. Thieme, 4. Auflage, 1999 Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen (April 2009): Diagnostik und Therapie der Lymphödeme (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/058-001_S1_Diagnostik_und_Therapie_der_Lymphoedeme_04-2009_05-2011.pdf); Berufsverband Deutscher Internisten e.V.: Ödeme, Stand: 18.10.2011 (/www.internisten-im-netz.de/de_was-sind-oedeme_125.html).

 
 
 

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