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Was ist Eierstockkrebs?

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Unter Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) versteht man eine bösartige Erkrankung, bei der Zellen der Eierstöcke entarten und sich unkontrolliert vermehren. Der Eierstockkrebs wächst aggressiv in das angrenzende Gewebe vor und zerstört dieses. Außerdem kann der bösartige Tumor Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen bilden.

Eierstockkrebs zählt zu den häufigen Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane. Das Krankheitsrisiko steigt mit zunehmendem Lebensalter an. Neueren Daten zufolge sind die Betroffenen durchschnittlich 68 Jahre alt, wenn sie an einem Eierstockkrebs erkranken. Insgesamt liegt das Risiko für Frauen, Eierstockkrebs im Laufe ihres Lebens zu bekommen, bei etwa 1,8 Prozent.

 

Aufbau der Eierstöcke

Die Eierstöcke gehören zu den inneren Geschlechtsorganen und befinden sich im sogenannten kleinen Becken der Frau. In ihnen reifen die Eizellen heran und sie produzieren weibliche Geschlechtshormone wie Östrogene Glossar-Symbol und Progesteron Glossar-Symbol.

 

Krebsformen 

Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Eierstockkrebs. Am häufigsten sind Tumore, die in der äußeren Zellschicht des Eierstocks ihren Ursprung haben, sogenannte epitheliale Ovarialkarzinome. Deutlich weniger häufig kommen Tumore vor, die aus den Gewebezellen des Eierstocks entstanden sind (Stromatumoren). Noch seltener treten Keimzelltumore auf, die sich aus den Eizellen entwickeln.

 

Gutartige Tumore ebenfalls häufig

Es gibt auch eine Reihe von gutartigen Eierstocktumoren, die ebenfalls eine erhebliche Größe (zehn Zentimeter und mehr) erreichen können. Obwohl die gutartigen Eierstocktumore an sich harmlos sind und keine direkte Gefahr für die Frau darstellen, ist oft eine weitere Abklärung erforderlich. Erst die genaue Untersuchung des Tumorgewebes unter dem Mikroskop gibt Auskunft, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt.

Autor: Dr. med. Michael Wenzel; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 04.05.11

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