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Was ist Morbus-Parkinson?

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Die Parkinson-Krankheit (auch Morbus Parkinson) ist eine der häufigsten fortschreitenden neurologischen Erkrankungen. Benannt wurde die Krankheit nach dem britischen Arzt James Parkinson, der sie 1817 erstmals beschrieb. Sie wird auch als Schüttelähmung bezeichnet. Etwa 1 bis 1,5 Prozent der über 60-Jährigen sind betroffen.

Was sind die Symptome der Parkinson-Krankheit?

Die Parkinson-Krankheit ist durch Bewegungslosigkeit und Bewegungsstarre (Akinese) gekennzeichnet. Zusätzlich tritt mindestens eines der drei folgenden typischen Symptome auf:

 

  • Rigor: Steifheit und Starre durch eine erhöhte Muskelspannung

  • Tremor: Zittern, vor allem in Ruhe

  • Posturale Instabilität: Mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung

 

Die Patienten bemerken, dass ihre Schrittlänge kleiner wird und haben das Gefühl, dass ihre Füße am Boden festkleben. Oft haben sie Startschwierigkeiten beim Gehen. Insgesamt fallen die Bewegungen schwerer und sind verlangsamt. Der Körper ist nach vorn oder zur Seite geneigt.

 

Außerdem können weitere Symptome hinzukommen: Im Gesicht fallen eine Verarmung der Mimik und eine gesteigerte Talgproduktion auf (Salbengesicht). Auch die Sprache wird leiser, schneller und klingt monoton, sodass die Betroffenen oft schwer zu verstehen sind. Das Schriftbild verändert sich: Es wird kleiner und unleserlicher.

 

Ebenso wie die körperliche Beweglichkeit kann auch die geistige Flexibilität eingeschränkt sein, was sich durch Schwierigkeiten beim Erfassen neuer Situationen und eine Verlangsamung des Denkens bemerkbar macht. Parkinson-Patienten haben ein erhöhtes Risiko, eine Demenz (Verlust der intellektuellen Funktionen wie Denken, Erinnern und Verknüpfen von Denkinhalten) zu entwickeln. Häufig leiden die Betroffenen auch unter depressiven Verstimmungen bis hin zu schweren Depressionen.

 

Zusätzlich können Empfindungsstörungen, Schmerzen, eine Veränderung des Blutdrucks, Störungen von Temperaturregulation, Harnblasenfunktion und sexuellen Funktionen auftreten. 

Autor: Dr. med. Tadashi Makabe; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 28.05.11

Quelle: Berlit, P.: Klinische Neurologie. Springer-Verlag, 1999; Brandt, Th.: Therapie und Verlauf neurologischer Erkrankungen. Kohlhammer Verlag, 1998; Grehl, H.: Checkliste Neurologie. Thieme-Verlag, 2000; Hufschmidt, A.: Neurologie compact. Thieme Verlag, 2. Auflage, 1999; Klingelhöfer, J.: Klinikleitfaden Neurologie/Psychiatrie, Urban & Fischer-Verlag, 2001; Wojtecki, L., Südmeyer, M., Schnitzler, A.: Therapie des idiopathischen Parkinson-Syndroms. Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 37 vom 14.09.2007; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Parkinson-Syndrome Diagnostik und Therapie, 10/2008 (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-010l_S2k_Parkinson-Syndrome.pdf); Deutsche Parkinson-Gesellschaft und Deutsche Gesellschaft für Neurologie: (http://www.parkinson-gesellschaft.de/images/stories/Dateien/gemeinsame_presseerklrung_xcell.pdf).

 
 
 

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