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Was sind Ringelröteln?

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Die Ringelröteln, im medizinischen Sprachgebrauch auch Erythema infectiosum genannt, sind eine weltweit vorkommende, gering ansteckende Infektionskrankheit. Sie wird durch Parvoviren verursacht.

Die Ringelröteln gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten. Es erkranken vor allem Kinder im Schulalter zwischen fünf und 15 Jahren. Prinzipiell ist aber eine Ansteckung in jedem Alter möglich. Erkrankt eine schwangere Frau, kommt es in bis zu 30 Prozent der Fälle zu einer Ansteckung des ungeborenen Kindes über den Mutterkuchen.

 

Wie werden Ringelröteln übertragen?

Die Übertragung der Parvoviren erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion Glossar-Symbol, das heißt über Speichelkontakt oder Sekrettröpfchen in der Atemluft, die zum Beispiel beim Husten oder Niesen entstehen. Eine Übertragung der Erreger über das Blut ist ebenfalls möglich.

 

Die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Virus und den ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt vier bis vierzehn Tage. Wer einmal an Ringelröteln erkrankt war, ist anschließend gegenüber einer erneuten Ansteckung vermutlich lebenslang geschützt.

 

Vermutlich ist der infizierte Patient bereits in der Inkubationszeit ansteckend, ab dem Auftreten des klassischen Hautausschlages jedoch nicht mehr.

 

Wie äußert sich eine Ringelrötelninfektion?

Bei etwa einem Drittel der Fälle verläuft die Erkrankung symptomlos. Bei einigen Patienten kommen grippeähnliche Beschwerden ohne Hautausschlag vor.

 

Der typische Hautausschlag tritt nur bei 15 bis 20 Prozent aller Infizierten auf. Die Hautrötung beginnt im Gesicht und sieht dort schmetterlingsförmig aus: Sie erstreckt sich über Wangen und Nasenwurzel. Meist ist die Mundpartie ausgespart. Nach mehreren Tagen treten an Armen, Beinen, Gesäß und letztlich am gesamten Körper leicht erhabene, girlandenförmige Flecken auf. Diese können jucken und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Die Hauterscheinungen dauern meist ein bis drei Wochen an. Das Allgemeinbefinden ist in der Regel wenig beeinträchtigt.

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Autor: Dr. med. Martina Waitz; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 15.09.11

Quelle: Hahn, J.M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme (2001); Lentze, M.J.: Pädiatrie. Grundlagen und Praxis. Springer (2003); Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI) (Hrsg.): Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. Futuramed, 4. Auflage, 2003; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Ausgabe 2007; National center for infectious diseases: Parvovirus B 19 (fifth disease), Januar 2005. (www.cdc.gov/ncidod/dvrd/revb/respiratory/parvo_b19.htm); Lehmann, H.W. et al.: Parvovirus B19. Monatsschr Kinderheilkd 2004;152:203–214; Stellungnahmen des Arbeitskreises Blut des Bundesministeriums für Gesundheit: Parvovirus B19.  Bundesgesundheitsbl 2010;53:944–956; Altmeyer P.: Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2010.

 
 
 

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