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Was sind Röteln?

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Die Röteln sind eine weltweit vorkommende hochansteckende Infektionskrankheit, die durch das Rötelnvirus verursacht wird. 80 bis 90 Prozent der Rötelnerkrankungen betreffen Kinder.

Die Übertragung der Rötelnviren erfolgt durch Tröpfcheninfektion Glossar-Symbol, das heißt über Speichelkontakt oder über Sekrettröpfchen in der Atemluft, die zum Beispiel beim Husten oder Niesen entstehen. Die Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Virus und den ersten Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt 14 bis 21 Tage.

 

Wer einmal erkrankt war, ist in der Regel vor einer erneuten Ansteckung lebenslang geschützt.

 

Wann ist der infizierte Patient besonders ansteckend?

Ansteckend ist der Patient eine Woche vor und bis zu eine Woche nach dem Auftreten des klassischen Hautausschlags.

 

Wie äußert sich eine Rötelninfektion?

Die Beschwerden einer Rötelnerkrankung ähneln zunächst einer Erkältung mit Husten und Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Anfangs kann die Körpertemperatur leicht erhöht sein, sie normalisiert sich aber meist nach kurzer Zeit wieder. Manchmal tritt zusätzlich eine Bindehautentzündung auf. Die Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren schwellen an. Manchmal kommt es auch zu einer vorübergehenden Vergrößerung der Milz.

 

Nach ein bis zwei Tagen beginnt der Ausschlag im Gesicht, meist hinter den Ohren mit kleinen hellroten oder leicht bräunlichen Flecken. Er breitet sich auf Hals, Arme, Beine und innerhalb kurzer Zeit auf den gesamten Körper aus. Der Ausschlag verschwindet nach ein bis drei Tagen.

 

Etwa die Hälfte der Infektionen im Kindesalter verlaufen jedoch beschwerdefrei. 

Autor: Wolfgang Gerlach-Reinholz; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 15.09.11

Quelle: Hahn, J.M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme-Verlag, 2001; Lentze, M.J.: Pädiatrie. Springer, 2001/ Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2007; Robert-Koch-Institut: RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten, Merkblätter für Ärzte, Infektionskrankheiten A-Z: Röteln, Stand: August 2011 (http://www.rki.de/cln_153/nn_504470/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Roeteln.html); Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Durch Impfen vermeidbare Infektionskrankheiten: Röteln. Stand 2007 (www.kindergesundheit-info.de/604.0.html); Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch, März 2011 (www.rki.de/cln_153/nn_2019956/DE/Content/Infekt/Jahrbuch/Jahrbuch__2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Jahrbuch_2010.pdf); Altmeyer P.: Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2010; Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut / Stand: Juli 2011. Epidemiologisches Bulletin 30/2011 (www.rki.de/cln_178/nn_1493664/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2011/30__11,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/30_11.pdf); Mitteilung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI): Änderung der Empfehlungen zur Impfung gegen Röteln. Epidemiologisches Bulletin 32/2010 (http://www.rki.de/cln_160/nn_1270420/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2010/32__10,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/32_10.pdf).

 
 
 

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