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Was bedeutet Schielen?

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Als Schielen (Strabismus) bezeichnet man eine Fehlstellung der Augen, die von der normalen Sehachse abweicht, wodurch die Augen in unterschiedliche Richtungen sehen.

Für das räumliche Sehen brauchen wir beide Augen, die den gleichen Punkt fixieren. In jedem Auge entsteht dabei ein eigenes Bild, die Unterschiede zwischen diesen beiden Bildern sind jedoch minimal. Das Gehirn fügt die zwei Bilder zusammen - ein dreidimensionales Abbild unserer Umwelt entsteht.

 

Beim Schielen können die Sinneszellen der Augen die optischen Informationen nicht mehr zu einem homogenen Bild verschmelzen. Deshalb wird der Unterschied zwischen den beiden Bildern zu groß.

 

Das kindliche Gehirn beachtet das vom schielenden Auge weitergeleitete Bild nicht, sieht also nur mit einem Auge. Das kann schwerwiegende Konsequenzen haben: Das schielende Auge entwickelt im Verlauf eine Sehschwäche. Diese Form der Sehschwäche, die an einem eigentlich gesunden Auge auftritt, nennt man Amblyopie. Erhalten schielende Kinder keine rechtzeitige Behandlung, kommt es bei fast 90 Prozent zu einer dauerhaften einseitigen Sehschwäche, die später kaum zu beheben ist.

Autor: Kerstin Szielasko; Janna Christoffers, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 19.08.11

Quelle: Burk/Burk: Checkliste Augenheilkunde. Thieme, 1999; Grehn, F.: Augenheilkunde. Springer, 27. Auflage, 1998; Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) (2005): Augenärzte informieren: Schielen und Amblyopie. www.dog.org/wp-content/uploads/2009/11/PatInfo_Schielen2009.pdf (Stand: 2009); Ärzte Zeitung (12.06.2007): Zwinkern und schiefe Kopfhaltung deuten auf Schielen hin. (Stand 05.11.2007); Speer, C. P.; Gahr, M.: Pädiatrie. 2. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, 2005.

 
 
 

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