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Was ist eine Hypothyreose beziehungsweise Schilddrüsenunterfunktion?

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Ist die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut normal, spricht man von einer normalen Stoffwechsellage (Euthyreose). Produziert die Schilddrüse mehr Hormone, als der Körper braucht, so liegt eine Überfunktion der Schilddrüse vor (Hyperthyreose). Im Gegensatz dazu findet sich bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) zu wenig Schilddrüsenhormon im Blut.

Die Schilddrüse ist ein walnussgroßes Organ, das sich kurz unterhalb des Kehlkopfes an die Luftröhre schmiegt. Normalerweise ist sie durch die Halsmuskeln verdeckt und lässt sich allenfalls beim Schlucken tasten, weil sie sich dann nach oben schiebt.

 

Eine gesunde Schilddrüse besteht aus zwei Lappen, die schmetterlingsförmig aneinandergeschmiegt sind. Ihr Gewebe ist sehr weich und sie wiegt durchschnittlich etwa fünfzehn bis 20 Gramm.

 

Aus Eiweiß und Jod produziert die Schilddrüse die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Die Hormone beeinflussen den Stoffwechsel, den Kreislauf und das Wachstum, aber auch das psychische Wohlbefinden. Zwei Zentren im Gehirn und die von ihnen freigesetzten Hormone steuern die Produktion der Schilddrüsenhormone: der im Zwischenhirn liegende Hypothalamus mit seinem Thyreotropin-Releasing-Hormon (TRH) sowie die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse Glossar-Symbol) mit ihrem Thyroidea-stimulierenden-Hormon (TSH).

 

Was sind die Ursachen einer Hypothyreose?

Eine Hypothyreose kann angeboren sein oder erst im Laufe des Lebens auftreten. Sie kann verschiedene Ursachen haben:

 

  • Primäre Form: Hier liegt die Ursache der Unterfunktion in der Schilddrüse selbst. Diese Form ist die häufigste.
  • Sekundäre Form: Die sekundäre Hyperthyreose kommt seltener vor. Sie kann verschiedene Ursachen haben. Entweder produziert die Hirnanhangsdrüse zu wenig TSH, sodass die Schilddrüse nicht genügend stimuliert wird und zu wenig Schilddrüsenhormon freisetzt. Oder es liegt eine Störung des Hypothalamus vor, einer Hirnregion, die der Hirnanhangsdrüse übergeordnet ist. Dieses Zentrum produziert den Botenstoff TRH, der wiederum die Bildung und Abgabe des TSH fördert.
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Autor: Dr. med. Martina Waitz; Ulrich Kraft, erstellt am 14.07.06; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Barbara Kurzidim am 24.08.11

Quelle: Hahn, J. M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, 3. Auflage, 2000; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2002 und 2006; Harrisons Innere Medizin, ABW Wissenschaftsverlag 2003; Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Endokrinologie: Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle der primären angeborenen Hypothyreose, November 2010 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/027-017l_S2k_Primaere_Angeborene_Hypothyreose_2011-02.pdf); Hintze, G. et al.: Hypothyreose. Internist 2010;51:568–573.

 
 
 

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