Die Schlafkrankheit ist eine seltene, fieberhafte Infektionskrankheit. Sie kommt in vielen Regionen Afrikas vor. Das Risiko für Reisende ist allerdings gering.
Die Schlafkrankheit wird durch bestimmte Einzeller, die Trypanosomen, hervorgerufen. Sie kommt in Afrika zwischen dem 14. nördlichen und 29. südlichen Breitengrad vor. Betroffen sind Personen, die unter einfachen Bedingungen in sehr ländlichen Regionen leben. Das Risiko für Reisende ist sehr gering.
Überträger: die Tsetse-Fliege
Die Übertragung erfolgt durch den Stich einer Tsetse-Fliege, die vor allem in ländlichen Gebieten und in Nationalparks verbreitet ist. Der Mensch wird oft von mehreren Tsetsefliegen gleichzeitig attackiert. Der Stich einer Fliege ist sehr schmerzhaft.
Verlauf
Die Krankheit verläuft in zwei Phasen: Nach etwa ein bis zwei Wochen bildet sich im Bereich des Stichs eine schmerzhafte, länger andauernde Schwellung aus. Wenig später beginnt Fieber mit Kopf- und Gliederschmerzen und Lymphknotenschwellungen. Der Krankheitsverlauf ist sehr schwer.
Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, ist sie behandelbar!
Vorbeugung
Insektenschutz auch tagsüber, vor allem in den Nationalparks. Obwohl das Risiko einer Infektion gering ist, sollten Sie nach einem Stich der Tsetse-Fliege sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen, ebenso bei unklarem Fieber, geschwollenen Lymphknoten oder neurologisch-psychiatrischen Auffälligkeiten.
Autor: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg , erstellt am 11.04.06; zuletzt aktualisiert von Sabine Hockling am 19.08.11