Schneeblindheit

Halten Sie sich zu lange ungeschützt in der Sonne oder im Sonnenstudio auf, kann die Hornhaut und Bindehaut im Auge verbrennen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand der Haut. Besonders wenn die Sonne stark reflektiert wird, zum Beispiel im Schnee, ist das Risiko hoch.

 

Eine Entzündung der Hornhaut und Bindehaut der Augen macht sich meist erst nach sechs bis acht Stunden bemerkbar. Folgende Symptome können auftreten:

  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Stechende Schmerzen in den Augen
  • Unerträgliches Fremdkörpergefühl
  • Gerötete, tränende und angeschwollene Augen
  • Sehstörungen 

Wie behandelt man Schneeblindheit?

Die Betroffenen sollten sich in abgedunkelten Räumen aufhalten oder beide Augen mit einer dunklen Binde abdecken. Bleiben sie dagegen trotzdem in der Sonne, kann es zu irreparablen Schäden der Hornhaut kommen.

 

Kühle, feuchte Umschläge auf den Augen lindern die Beschwerden. Zusätzlich kann der Arzt schmerzlindernde Medikamente verordnen. Außerdem sollten die Patienten antibiotikahaltige Augentropfen oder -salben anwenden, um eine Besiedelung der geschädigten Hornhaut mit Krankheitserregern zu verhindern.

 

Obwohl die Schneeblindheit sehr schmerzhaft ist, kommt es meistens bereits nach zwei bis drei Tagen zur Heilung. Kopfschmerzen und Sehstörungen können noch mehrere Wochen bestehen.

 

Wie kann man vorbeugen?

Eine Sonnenbrille mit ausreichend hohem UV-Schutz kann solche Augenschäden verhindern. Sie sollte das CE-Zeichen tragen und mindestens die Schutzklasse drei, bei Aufenthalt auf Schnee oder Eis die Schutzklasse vier erfüllen.

 

Das CE-Zeichen und die Schutzklasse sind auf dem Brillenbügel zu finden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Brille auch vor Sonneneinstrahlung von der Seite beziehungsweise von oben oder unten schützt.