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Wie ist das Schultergelenk aufgebaut?

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Das Schultergelenk besteht aus dem Kopf des Oberarmknochens und der Gelenkpfanne. Bandstrukturen und eine aus vier Muskeln bestehende Haube, die sogenannte Rotatorenmanschette, fixieren das Schultergelenk. Das Schultergelenk ermöglicht dem Arm einen großen Bewegungsspielraum in alle Richtungen. Um die volle Beweglichkeit zu gewährleisten, ist die knöcherne Gelenkfläche zwischen Schulterblatt und Oberarmkopf relativ klein.

Wie kommt es zu einer Schulterluxation?

Rutscht der Oberarmknochen aus der Schultergelenkpfanne, spricht man von einer Schulterluxation. Etwa die Hälfte aller Luxationen betrifft das Schultergelenk.

 

Die Schulter renkt in 95 Prozent der Fälle nach vorne und unten und relativ selten nach hinten aus.

 

Es werden drei Arten der Schulterluxation unterschieden:

 

Habituelle Luxation

Ausrenken der Schulter ohne äußere Einwirkung. Die Ursache hierfür sind unter anderem angeborene Fehlbildungen oder -stellungen des Gelenks beziehungsweise der Gelenkpfanne oder eine Schwäche der Muskel- und Band-Haube.

 

Traumatische Luxation

Auskugeln der Schulter durch einen Unfall, zum Beispiel einen Sturz auf den nach hinten ausgestreckten Arm.

 

Rezidivierende (immer wieder auftretende) Luxation

Nach einer Luxation kommt es unter Umständen zu erneuten Ausrenkungen des Gelenks, wenn zum Beispiel der Kapsel-Band-Apparat oder der Oberarmkopf beschädigt wird. Vor allem junge und sportliche Menschen sind davon betroffen; etwa 50 Prozent der Patienten mit rezidivierenden Luxationen sind unter 30 Jahre alt. 

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Autor: Kerstin Szielasko; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 24.07.11

Quelle: Durst, J.: Traumatologische Praxis. Schattauer (1997); Habermeyer, P.: Behandlungsstrategie bei der traumatischen vorderen Erstluxation der Schulter. Der Unfallchirurg. Springer (2000); Müller, M.: Chirurgie - Für Studium und Praxis. Breisach, Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 2006/07; Niethard, F. U.; Pfeil, J.: Orthopädie. 5. Aufl. Stuttgart: Thieme, 2005; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie (BVO): Schulterluxation, rezidivierend und habituell, September 2009 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/033-027_S1_Schulterluxation__rezidivierend_und_habituell_09-2009_09-2012.pdf). 

 
 
 

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