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Was versteht man unter Schwangerschaftsgestosen?

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Unter Schwangerschaftsgestosen versteht man verschiedene Erkrankungen, die nur in der Schwangerschaft vorkommen. Die Ursachen dieser Erkrankungen können in der Schwangerschaft selbst liegen, aber auch in der Zeit vorher.

Nach dem Zeitpunkt des Auftretens unterscheidet man Frühgestosen, die bis zur 20. Schwangerschaftswoche auftreten, und Spätgestosen, die nach der 20. Schwangerschaftswoche vorkommen.

 

Am häufigsten ist die zu den Frühgestosen zählende Emesis gravidarum, das Schwangerschaftserbrechen. Sehr viel gefürchteter sind jedoch die Spätgestosen Präeklampsie, Eklampsie Glossar-Symbol und das HELLP-Syndrom.

 

Schwangerschaftserbrechen - die wichtigste Frühgestose

In den ersten Wochen der Schwangerschaft leiden 50 bis 90 Prozent aller werdenden Mütter unter morgendlicher Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen. Überdurchschnittlich häufig tritt die Emesis gravidarum bei Erstgebärenden und Mehrlingsschwangerschaften auf.

 

Das Schwangerschaftserbrechen ist zwar lästig, aber meist harmlos und muss im Allgemeinen nicht behandelt werden. Zwischen der 9. und der 12. Schwangerschaftswoche verschwindet die Übelkeit in der Regel wieder.

 

Gefährlich wird es, wenn die Emesis gravidarum in eine Hyperemesis gravidarum übergeht. Die Schwangeren erbrechen dann bis zu zehn Mal am Tag. Wegen des Flüssigkeits- und Salzverlustes kann ein Krankenhausaufenthalt nötig sein. Insgesamt ist die Hyperemesis gravidarum Glossar-Symbol aber eher selten.

Autor: Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 11.05.11

Quelle: Diedrich, K.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Springer, 2000; Goerke, K.: Klinikleitfaden Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer, 5. Auflage, 2000; Mylonas, I. et al.: Erbrechen in der Schwangerschaft. In: Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 25 (2007), S. A-1821, B-1604, C-1544; Deutsche Hochdruckliga online (2007): Schwangerschaft und Bluthochdruck. www.paritaet.org/hochdruckliga/pschwang.htm (Stand 19.10.2007); Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft Schwangerschaftshochdruck/Gestose der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG): Diagnostik und Therapie hypertensiver Schwangerschaftserkrankungen. Mai 2008. www.awmf.org/ uploads/tx_szleitlinien/ 015-018_S1_Diagnostik_und_Therapie_hypertensiver_Schwangerschaftserkrankungen_05-2008_12-2011.pdf (Stand 16.02.2011); Diedrich, K. et al. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe. 2. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin 2007, S. 490-496; Kretz, F.-J.; Schäffer, J.: Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie. 5. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin 2008, S. 383-386;Franz, M. B.; Husslein, P. W.; Zeisler, H.: Neue Methoden zur Früherkennung der Präeklampsie. Gynäkologe 2009; 42: 872-876;Hawighorst, T. et al.: Angiogenese in Reproduktionsmedizin und gynäkologischer Onkologie Glossar-Symbol. Gynäkologe 2010; 43: 595-600

 
 
 

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