Die systemische Sklerodermie ist eine rheumatische Autoimmunerkrankung, die oftmals einen schweren Verlauf nimmt. Sie betrifft sowohl die Haut als auch innere Organe, zum Beispiel den Magen-Darm-Trakt und die Lunge.
Die systemische Sklerodermie kommt in sehr unterschiedlichen Formen vor. Charakteristisch ist die krankhafte Vermehrung des Bindegewebes der Haut und/oder der inneren Organe. Die mit der systemischen Sklerodermie einhergehende Entzündung verursacht eine Vernarbung der kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel in den betroffenen Geweben.
Die systemische Sklerose ist selten. Die Krankheit trifft Frauen achtmal häufiger als Männer. Meistens beginnt die Erkrankung zwischen dem 35. und dem 55. Lebensjahr.
Welche Ursachen hat die Krankheit?
Die genauen Ursachen der systemischen Sklerodermie sind unbekannt. Vermutlich begünstigt das Zusammenspiel mehrerer Faktoren die Entwicklung einer systemischen Sklerodermie.
Diskutiert werden eine erbliche Veranlagung und andere, nicht erbliche Auslöser. In vergangener Zeit erhärtet sich der Verdacht, dass auch Schadstoffe wie radioaktives Material und Silikon die Entwicklung einer systemischen Sklerodermie begünstigen können. Bei den meisten Betroffenen findet man aber keine konkrete Ursache für die systemische Sklerose. Möglicherweise ist auch Stress von Bedeutung.
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Autor: Ulrich Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 23.07.11
Quelle: Harrison’s Principles of Internal Medicine. McGraw-Hill (Publisher), 15. Auflage 2002; Groß, Schölmerich, Gerok: Die Innere Medizin. Schattauer Verlag, 10. Auflage 2000; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2002; Internetauftritt des Deutschen Netzwerks für Systemische Sklerodermie (DNSS) (www.sklerodermie.info/DNSSContent/m1/k2/index.aspxx); Hunzelman N. et al.: Versorgung für Patienten mit systemischer Sklerodermie. Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 39 vom 30.09.2005; Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Systemische Sklerose/Sklerodermie (www.dgrh.de/sklerose.html); Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG): Diagnostik und Therapie der zirkumskripten Sklerodermie, November 2008 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-066.pdf); Distler O., Gay S.: Sklerodermie. Internist 2010;51:30–38; Altmeyer P. : Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2010.

