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Was ist ein Sonnenstich?

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Ein Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhäute, die durch lang andauernde und intensive Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken entsteht.

Besonders anfällig für einen Sonnenstich sind Säuglinge und Kleinkinder, aber auch ältere und vor allem chronisch kranke Menschen. Faktoren, die die Hitzeempfindlichkeit des Einzelnen beeinflussen, sind zum Beispiel die körperliche Belastbarkeit, die Zyklusphase bei Frauen und eventuell eine erbliche Neigung.

 

Bei übermäßiger Sonneneinstrahlung beziehungsweise Hitze kann der Körper die überschüssige Wärme gegebenenfalls nicht mehr ausreichend ableiten. Mögliche Folgen sind:

 

  • Sonnenstich (Insolation): Reizung der Hirnhäute durch lange und intensive Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken
  • Hitzekollaps: plötzlich auftretender Schwindel oder Ohnmacht, wenn man zu lange in der Hitze beziehungsweise Sonne verweilte
  • Hitzekrämpfe kommen bei schwerer körperlicher Belastung vor und äußern sich in Muskel- und Magen-Darm-Krämpfen.
  • Hitzeerschöpfung ist durch übermäßigen Flüssigkeitsverlust bedingt. Symptome sind Abgeschlagenheit, Benommenheit und feuchte, kühle Haut.
  • Hitzschlag: ein lebensgefährliches Krankheitsbild, das besonders bei Personen auftritt, die die Hitze nicht gewöhnt sind. Treiben die Betroffenen Sport und nehmen dabei zu wenig Flüssigkeit auf, kann sich die Körpertemperatur immer mehr erhöhen und es kommt zum Schock.

 

Die Übergänge zwischen den verschiedenen Folgen übermäßiger Sonneneinstrahlung sind fließend. Außerdem kommen häufig Mischformen vor.

 

Wie bemerkt man einen Sonnenstich?

Ein Sonnenstich äußert sich durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Manchmal treten Bewusstseinseintrübung und Verwirrtheit auf. Die Betroffenen klagen über Nackensteife, Mattigkeit und manchmal über Ohrgeräusche. Der Kopf ist hochrot und heiß, während der übrige Körper eine vergleichsweise kühle Temperatur aufweist.

 

Ein erniedrigter Blutdruck kann dazu führen, dass das gesamte Herz-Kreislauf-System zusammenbricht. Es entwickelt sich ein Hitzschlag. 

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Autor: Dr. med. Michael Wenzel; Janna Christoffers, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 19.07.11

Quelle: Gyr, E.: Internistische Notfälle. Thieme (6. Auflage 1999); Kretz, F.J.: Anästhesie. Intensivmedizin. Notfallmedizin. Schmerztherapie. Springer (2000); Schneider, H. (21.06.2005): Beim Hitzschlag versagt die Wärmeabgabe - die rasche Abkühlung ist dann lebensrettend. www.aerztezeitung.de/suchen/?sid=362397&query=Sonnenstich (Stand 15.11.2007); Speth, A. (06.08.2004): Für Athleten und Zuschauer bei Olympia gilt: langsam an die Hitze anpassen und trinken, trinken, trinken! www.aerztezeitung.de/suchen/?sid=321191&query=Sonnenstich (Stand 15.11.2007); Reuter, P.: Springer Lexikon Medizin. Berlin, Heidelberg: Springer, 2004; Füeßl, HS: MMW-Notfallcheckliste Hitzekrankheit. MMW-Fortschritte der Medizin 2007;29-30:43.

 
 
 

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