Unter einer Spina bifida, auf deutsch auch Spaltwirbel oder offener Rücken genannt, versteht man eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks, die unterschiedlich schwer ausgeprägt sein kann. Der Defekt entsteht infolge einer Entwicklungsstörung im Mutterleib.
Wie häufig kommt die Spina bifida vor?
In Mitteleuropa kommt etwa eines von 1.000 Kindern mit einer Spina bifida zur Welt, wobei die Ausprägung der Fehlbildung sehr stark variiert. Mädchen sind dabei etwas häufiger betroffen. Es gibt auch geografische Unterschiede: In England tritt die Erkrankung häufiger auf, in Asien ist sie seltener.
Welche Ursachen hat die Krankheit?
Bei Kindern mit einer Spina bifida bleibt der Verschluss des Rückenmark und/oder der Wirbelsäule in der Fetalzeit aus. Der von den Wirbeln gebildete Rückenmarkskanal bleibt an den betroffenen Stellen offen.
Warum es zu diesem Defekt kommt, ist bislang nicht vollständig bekannt. Die Spina bifida tritt familiär gehäuft auf, was dafür spricht, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass ein Folsäuremangel oder die Einnahme bestimmter Medikamente das Risiko für die Erkrankung erhöht. Meist liegen sowohl genetische wie auch umweltbedingte Faktoren vor.
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Autor: Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Eduardo F.-T. Ramminger am 19.12.11
Quelle: Aksu F., Dietz B.: Fehlbildungen des Rückenmarkes und ihre Differenzialdiagnose; Monatsschr Kinderheilkd 2007 • 155:79–88, Springer Medizin Verlag 2007; Lentze M. J, Schaub J., Schulte F. J. und Spranger J. (Hrsg.): Pädiatrie: Grundlagen und Praxis. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Springer Medizin Verlag Heidelberg: 2007; Koletzko, B.: Kinderheilkunde. Springer-Verlag, 11. Auflage 2000; Behrman, R. E.: Nelson Textbook of Pediatrics. Harcourt Verlag, 16. Auflage 2000; Illing, S.: Klinikleitfaden Pädiatrie. 6. Auflage 2003, Urban und Fischer Verlag; Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrozephalus e.V. (www.asbh.de)

