Eine Synkope ist ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust. Sie ist die Folge einer Minderdurchblutung des Gehirns, die verschiedene Ursachen haben kann.
Bei einer Synkope kommt es zu einem Verlust der Haltespannung der Muskulatur, der häufig zu einem plötzlichen Sturz führt. Meist kann der Betroffene sich nicht mehr an das Ereignis erinnern. Abzugrenzen sind hiervon andere Ursachen für Bewusstseinsverlust, zum Beispiel epileptische Anfälle oder Durchblutungsstörungen des Hirnstammes.
Wie gefährlich ist eine Synkope?
Eine kurze, meist nur wenige Sekunden dauernde Bewusstlosigkeit ist in der Regel harmlos. Jedoch kann hinter einem solchen Ereignis immer eine ernste Grunderkrankung stecken. Außerdem kann man sich durch einen plötzlichen unkontrollierten Sturz Verletzungen zuziehen.
Bei einer längeren Bewusstlosigkeit kann es durch die anhaltende Durchblutungsstörung des Gehirns zu einem dauerhaften Schaden kommen. So können neurologische Störungen entstehen, zum Beispiel Sprachstörungen, Gefühlsstörungen oder einseitige Störungen der Muskelkraft in den Armen oder Beinen. In diesem Fall sollte man sofort einen Arzt aufsuchen beziehungsweise den Rettungsdienst verständigen.
Autor: Kerstin Szielasko; Dr. med. Vera Wittenberg, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 13.06.11
Quelle: Baumgartner: Therapie innerer Krankheiten. Springer, 1999; Ferlinz, R.: Internistische Differentialdiagnose
. Thieme, 4. Auflage, 1999; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2002; Jörg, J.: Neurologische Therapie. Springer, 2. Auflage, 1997; www.mcmedicine.ch/live/mcmedicine/krankheiten/disease/synkope/synkope_ursachen.htm, 2000; Gesenhues, S.; Ziesché, R.: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. 5. Auflage München: Urban und Fischer, 2006St. Gesenhues, R. Ziesché: Praxisleitfaden Allgemeinmedizin. Urban & Fischer, 5.Auflage, 2006; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Synkopen, Oktober 2008 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-072_S1_Synkopen_10-2008_10-2013.pdf).

