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Was ist eine Tuberkulose?

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Die Tuberkulose (TBC) ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Tuberkelbakterien (zum Beispiel Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium bovis, Mycobacterium africanum) verursacht wird. Ein Drittel der Menschheit ist mit dem Erreger infiziert, allerdings erkranken nur etwa fünf bis zehn Prozent der Infizierten an einer aktiven Tuberkulose.

Weltweit waren im Jahr 2009 mehr als neun Millionen Menschen an Tuberkulose erkrankt, etwa 1,7 Millionen Menschen starben an den Folgen der Krankheit. Am häufigsten kommt die im Volksmund auch als "Schwindsucht" bekannte Krankheit in den ärmeren Ländern vor. Vor allem ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Infektion. Ob sich jemand mit Tuberkulose infiziert, hängt außerdem von der Häufigkeit und Dauer des Kontakts zu einem an Tuberkulose erkrankten Menschen, der Menge und dem infektiösen Potenzial der Erreger und der individuellen Empfindlichkeit der jeweiligen Person ab.

 

Durch Zuwanderung und die Immunschwächekrankheit HIV hat die Tuberkulose auch in den Industrienationen wieder an Bedeutung gewonnen. In Deutschland hatten im Jahr 2009 fast 4500 Menschen eine Tuberkulose, etwa 150 Menschen starben daran.

 

Wie steckt man sich an und wer ist besonders gefährdet?

Die von Robert Koch 1882 entdeckten Tuberkelbakterien werden durch Tröpfcheninfektion Glossar-Symbol - über Speichel, Bronchial- oder Nasensekret beim Sprechen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen. Infektiös sind all jene, die an einer sogenannten offenen Tuberkulose leiden, bei der die Erreger nach außen gelangen können.

 

Nicht jeder, der sich mit TBC angesteckt hat, erkrankt auch zwangsläufig. Risiko- und Personengruppen, bei denen am häufigsten eine aktive Tuberkulose (TBC) ausbricht, sind:

 

  • AIDS Glossar-Symbol-Kranke (30 Prozent aller Aids-Todesfälle sind durch TBC bedingt)

  • Drogenabhängige

  • Alkoholiker

  • Unterernährte

  • Obdachlose

  • Flüchtlinge/Asylanten

  • Gefängnisinsassen

  • alte Menschen

  • Kleinkinder

  • Menschen, die an einer Tumorerkrankung leiden, zum Beispiel Lymphdrüsenkrebs, Leukämie

  • Personen, die dauerhaft mit Kortison, Zellgiften (Zytostatika  Datei-Symbol , beispielsweise zur Behandlung eines Krebsleidens) oder das Abwehrsystem unterdrückenden Medikamenten (Immunsuppressiva) behandelt werden

  • Diabetiker (Zuckerkranke)

Autor: Dr. med. Martina Waitz; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 28.05.11

Quelle: Braunwald, E.: Harrisons Innere Medizin. ABW Wissenschaftsverlag (15. Auflage 2002); Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2003); Dietel, M.; Suttorp, N.; Zeitz, M. (Hrsg.): Harrisons Innere Medizin. 16. Auflage Berlin: ABW Wissenschaftsverlag, 2005; Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (Juli 1998): Tuberkulose (Stand 10.12.2007); Robert-Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin 11/2011 (http://www.rki.de/cln_151/nn_274324/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2011/11__11,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/11_11.pdf); Robert-Koch-Institut: Tuberkulose. Ratgeber für Ärzte (Stand: März 2009) (http://www.rki.de/cln_151/nn_274324/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__Tuberkulose.html); Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose: http://www.pneumologie.de/dzk/index.html (Stand: 28.05.2001). 

 
 
 

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