Am Unterschenkel finden sich zwei große Röhrenknochen: Das stärker ausgeprägte, die Hauptlast tragende Schienbein, die Tibia, und das dünnere, stützende Wadenbein, die Fibula. Beim Unterschenkelbruch können entweder die Fibula, die Tibia oder beide Knochen gebrochen sein.
Der Unterschenkelbruch ist einer der häufigsten Brüche der langen Röhrenknochen. Meist entsteht der Bruch bei einem Unfall, zum Beispiel durch Stoßstangenverletzung bei angefahrenen Fußgängern im Straßenverkehr oder durch Unfälle beim Skisport.
Da die Knochen am Schienbein kaum durch Gewebe geschützt sind, kommt es häufig zu offenen Brüchen, das heißt die Knochenenden werden sichtbar.
Welche Symptome verursacht ein Unterschenkelbruch?
Ein Knochenbruch tut meistens sehr weh. Die blutergussverfärbte Bruchstelle schwillt schmerzhaft an, der Unterschenkel ist oft merkwürdig verdreht und das Gehen kaum noch möglich. Bei offenen Wunden sieht man die Knochenenden und es besteht eine erhöhte Gefahr, dass die Wunde sich entzündet.
Wie wird ein Unterschenkelbruch festgestellt?
Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schwellung und Fehlstellung weisen eindeutig auf einen Bruch hin. Der Arzt sichert die Diagnose durch Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Perspektiven. Mit weiteren Untersuchungen wie der Kernspintomografie kann er feststellen, wie schwer die Verletzung ist; dabei prüft er zum Beispiel, ob Nerven oder Gefäße durchtrennt worden sind.
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Autor: Dr. med. Martina Modrack; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 10.06.11
Quelle: Durst, J.: Traumatologische Praxis. Schattauer Verlag, 1997; Schumpelick, V.: Chirurgie. 4. Auflage. Enke Verlag, 1999; Müller, M.: Chirurgie. 8. Aufl. Breisach: Medizinische Verlags- und Informationsdienste, 2006/07.

