Fast 90 Prozent aller Vergiftungsunfälle betreffen Kinder im Alter zwischen zehn Monaten und vier Jahren. In diesem Alter beginnen die Kinder ihre Umgebung zu erforschen und alles Mögliche in den Mund zu nehmen. Dadurch werden oft unbeabsichtigt schädliche Substanzen eingenommen.
Im Kindesalter sind Medikamente die häufigste Ursache von Vergiftungen, gefolgt von Tabakvergiftungen und Vergiftungen durch Putzmittel. Bei Schulkindern stehen oftmals Selbstmordversuche im Vordergrund.
Woran kann man eine Vergiftung erkennen?
Häufige Anzeichen sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Auch Bewusstseinsstörungen wie Schläfrigkeit oder Erregungszustände sowie Wesensveränderungen kommen im Rahmen von Vergiftungen vor.
Veränderungen der Pupillenweite, sowohl enge als auch weite Pupillen, sowie Atem- und Kreislaufstörungen können ebenfalls auf eine Vergiftung hinweisen. Hautveränderungen können am Körper, im Gesicht oder um den Mund herum auftreten.
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Autor: Dr. med. Thomas Stehr; Janna Christoffers, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dipl.-Phys. Jan Groh am 06.10.11
Quelle: Classen, Diehl, Kochsiek: Innere Medizin. Urban & Schwarzenberg Verlag, 3. Auflage; Sefrin, P.: Notfalltherapie. Urban & Fischer Verlag, 6. Auflage, 1998/ Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. und Informationszentrale gegen Vergiftungen, Bonn für die Bundesarbeitsgemeinschaft "Kindersicherheit": Vergiftungen im Kindesalter, www.optipage.de/vergiftungen.html; Hermanns-Clausen, M.: Medikamentenvergiftungen im Kindes- und Jugendalter. Monatsschrift Kinderheilkunde, Vol. 152, Nr. 10 / Oktober 2004, Springer Verlag September 2004 www.springerlink.com/content/7wgfkwvqcycfunyw/?p=a10ac36e62af41319b25d1ea20a5d44d&pi=0
Universitätsklinikum Freiburg: Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg (www.uniklinik-freiburg.de/giftberatung/live/GIZen.html
) - Abruf am 13.07.2010

