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Was ist eine Vitiligo?

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Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine Erkrankung der Haut. Dabei ist das Hautpigment Melanin geschädigt, das von den Melanozyten (Melanin-bildende Zellen der Haut) gebildet wird. Verliert die Haut ihre Pigmente, wird sie heller, möglicherweise fast weiß.

Die Erkrankung tritt bei etwa zwei Prozent der Bevölkerung auf. Sie beginnt meist zwischen dem zehnten und 20. Lebensjahr. Beide Geschlechter sind gleich häufig betroffen, dunklere Hauttypen weisen eine leicht höhere Erkrankungsrate auf. Die Vitiligo tritt in 30 Prozent der Fälle familiär gehäuft auf.

 

Die Krankheit ist weder ansteckend noch sind größere Schäden der Haut zu befürchten. Sie ist auch keine Vorstufe von bösartigen Veränderungen der Haut. Je nach Ausmaß der Erkrankung kann die psychische Belastung groß sein.

 

Was sind die Ursachen?

Die eigentliche Ursache der Vitiligo ist nicht bekannt. Sie tritt allerdings in einigen Familien gehäuft auf, sodass eine erbliche Veranlagung bestehen könnte.

 

Man vermutet, dass der Erkrankung ein autoimmunes Geschehen zugrunde liegen könnte. Dabei greift der Körper eigene Zellen an, in diesem Fall Melanozyten. Bei einigen Patienten lassen sich Autoantikörper gegen Melanozyten nachweisen. Die Vitiligo tritt überdurchschnittlich häufig mit anderen Autoimmunerkrankungen zusammen auf.

 

Darüber hinaus können psychischer Stress und auch Hautstress wie schwere Sonnenbrände oder Schädigungen durch lokale Reizung der Haut Krankheitsauslöser sein. Seltene Ursachen sind beruflich bedingte Expositionen gegenüber bestimmten chemischen Substanzen wie beispielsweise Hydrochinonverbindungen in der Gummiindustrie. 

Autor: Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 20.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Judith Neumaier am 17.08.11

Quelle: Dirschka, T.: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer (2. Auflage 2002); Jung, E. G.: Dermatologie. MLP Duale Reihe. Thieme (5. Auflage 2002); Orfanos, C. E.: Therapie der Hautkrankheiten. Springer (2. Auflage 2002); Rassner, G.: Dermatologie. Urban & Fischer (7. Auflage 2002); Internetauftritt des Deutschen Vitiligo-Bundes e. V. (www.vitiligo-bund.de/index.php); Whitton M.E., Ashcroft D.M., Barrett C.W., Gonzalez U.: Interventions for vitiligo. Cochrane Database of Systematic Reviews 2006, Issue 1. Art. No.: CD003263. DOI: 10.1002/14651858.CD003263.pub3; Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie: Empfehlungen zur UV-Phototherapie und Photochemotherapie, 12/2009 (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-029.pdf); Schallreuter KU, Salem MMAEL:  Vitiligo. Was ist neu? Hautarzt 2010;61:578–585; Altmeyer P. : Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin. Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2010.

 
 
 

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