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Was versteht man unter Windpocken?

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Windpocken gehören zu den sogenannten klassischen Kinderkrankheiten. Diese Infektionskrankheit wird durch ein Virus, das Varizella-Zoster-Virus (VZV), übertragen.

Am häufigsten erkranken Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren an Windpocken. 90 Prozent der Krankheitsfälle treten vor dem 20. Lebensjahr auf.

 

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?

Das Varizella-Zoster-Virus findet sich im Speichel der an Windpocken erkrankten Personen und wird meist beim Husten und Niesen übertragen. Diesen Übertragungsweg nennt man Tröpfcheninfektion. Häufig reicht ein nur flüchtiger Kontakt zu Erkrankten. Diese leichte Übertragbarkeit mit dem Wind hat der Infektion den Namen Windpocken gegeben.

 

Bei Windpocken bilden sich Bläschen auf der Haut, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Auch dieser Bläscheninhalt enthält Windpocken-Erreger, die bei direktem Kontakt durch eine Schmierinfektion übertragen werden können.

 

Bereits ein bis zwei Tage vor dem sichtbaren Hautausschlag besteht bei Windpocken Ansteckungsgefahr. Diese hält etwa fünf bis sieben Tage nach Erscheinen der letzten Hautveränderungen an. Kinder mit unkompliziertem Krankheitsverlauf können eine Woche nach Beginn der Erkrankung wieder zum Kindergarten oder in die Schule gehen, so Empfehlungen.

 

Wer einmal an Windpocken erkrankt war, ist für sein weiteres Leben in der Regel vor einer erneuten Erkrankung geschützt. Der Körper hat bei der ersten Infektion Antikörper gegen das Varizella-Zoster-Virus gebildet, die eine zweite Erkrankung verhindern.

 

Wie äußert sich die Erkrankung?

Etwa acht bis 28 Tage, meist 14 bis 16 Tage nach der Ansteckung treten die ersten Beschwerden auf, die oft ähnlich einer fieberhaften Erkältung mit Kopf- und Gliederschmerzen verlaufen. Dann erscheint der charakteristische, stark juckende Hautausschlag.

 

Zunächst bilden sich auf der Haut kleine gerötete Flecken, aus denen sich innerhalb kurzer Zeit flüssigkeitsgefüllte Bläschen entwickeln, die nach einiger Zeit austrocknen und verkrusten. Solche Bläschen können auch auf der Schleimhaut der Mundhöhle auftreten und dort zu Wunden führen. Essen und Trinken sind dann sehr schmerzhaft.

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Autor: Hans Georg Sparenborg; Janna Christoffers, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. Anne-Kristin Schulze am 17.08.11

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Leitlinien Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Urban & Fischer (1999); Lentze, M.J.: Pädiatrie. Grundlagen und Praxis. Springer (2001); Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2007; Robert Koch-Institut (25.08.2006): RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten - Merkblätter für Ärzte: Varizellen (Windpocken), Herpes zoster (Gürtelrose). (Stand 14.12.2007)

 
 
 

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