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Wir schreiben das Jahr 2005, in dem ich meinen 77. Geburtstag feiere und in dem auch der achte Jahrestag der Bekanntgabe der Diagnose "Alzheimer" bei meiner Frau liegt. Somit liegen circa 60.000 Pflegestunden (davon während des Tages rund 40.000 Stunden und während der Nacht circa 20.000 Stunden Pflege) hinter mir. Natürlich sind die Pflegestunden im Anfangsstadium weniger belastend als heute.

Viele kleine und auch einige größere Probleme waren zu meistern. Der eigentliche Grund diesen Bericht zu schreiben, sind die Anregungen Außenstehender, die ich mit meiner Kritik an den vielen Informationen, Berichten und Vorträgen ein wenig genervt habe. Über die Krankheit selbst gibt es viele Informationen, aber diese interessieren natürlich im Wesentlichen nur medizinisch Interessierte. Für die Pflege selbst und für die Pflegenden gibt es kaum brauchbare Hilfen.

 

Um die nachfolgenden Gedanken besser verstehen beziehungsweise einschätzen zu können, möchte ich mich kurz vorstellen: Ich habe an der Technischen Hochschule Hannover Ingenieur-Wissenschaft studiert und auf diesem Gebiet mein Leben lang  gearbeitet. Das heißt, ich habe immer "heute" für das "Übermorgen" gearbeitet, also agiert! Während meiner Pflegezeit wurde ich immer wieder unvorbereitet mit Problemen konfrontiert, auf die man dann nur noch reagieren konnte.

 

Ich bin auch weder medizinisch noch pflegerisch vorgebildet. Mit den aufgeschriebenen Gedanken, Hinweisen und Vorschlägen möchte ich betroffenen Angehörigen helfen, mit der Pflege vorsorgend besser fertig zu werden. Auch der Bericht über den Verlauf der Krankheit bei meiner Frau soll dazu dienen.

Autor: Ulrich Dörre, erstellt am 21.09.05; zuletzt aktualisiert am 26.01.11

 
 
 

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