Annette Rexrodt von Fircks - zur Person

Die bei der Techniker Krankenkasse versicherte Diplomdolmetscherin Annette Rexrodt von Fircks wurde in Essen geboren und hat dort ihre Kindheit und Jugend verbracht. Nach Abschluss des Studiums zog sie in die Nähe von Düsseldorf und gründete eine Familie. Sie war Mutter von drei kleinen Kindern, als sie im Alter von 35 Jahren die Diagnose Brustkrebs erhielt. Heute geht es ihr gut.

 

Annette Rexrodt von FircksAnnette Rexrodt von Fircks hat drei Bücher geschrieben und mehrere Broschüren als erste "Wegweiser zur Genesung" verfasst. Ihr Wunsch ist es, krebskranken Menschen und deren Angehörigen die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, die man nutzen kann, um Heilung zu unterstützen. Vor allem aber möchte sie Mut machen und Hoffnung geben.

 

Um ihre positiven Erfahrungen persönlich weiterzugeben, hält sie Lesungen und Vorträge und engagiert sich seit mehreren Jahren aktiv im Gesundheitswesen. Ihr neuestes Projekt ist eine Stiftung, die sich für die Kinder von Krebspatienten stark macht.

 

An die Zukunft glauben

"Für viele Mediziner grenzt es fast an ein kleines Wunder, dass ich immer noch lebe, wobei es mir meistens richtig gut geht", schreibt Annette Rexrodt von Fircks heute. Im März 1989 wurde Brustkrebs im weit fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die meisten Ärzte glaubten damals aufgrund der schlechten Prognose nicht an eine Zukunft.

 

Doch Annette Rexrodt von Fircks wollte sich damit nicht abfinden und suchte Hand in Hand mit der modernen Medizin, die sie stets kritisch mit den Ärzten abwägte, nach eigenen Wegen, um ihren Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Stapelweise las sie Bücher und erstellte ihre eigenen Strategien für das Leben. "Ich erkannte, welch heilende Energie die Liebe hat, wie wichtig Selbstachtung, Vorstellungsbilder, "gesunde" Gedankenstrukturen, regelmäßige tägliche Auszeiten, eine ausgewogene gesunde Ernährung und Bewegung sind, um den Weg zu ebenen, wieder gesund zu werden. Ich machte meine innere Stimme zu meinem besten Freund und gab der Chemotherapie einen Namen."

 

Trotz der monatelangen harten Therapie mit Operationen, Chemo- und Strahlenbehandlung gelang es ihr, das Leben im Kreise ihrer Familie mit Freude leben zu können. "Es ist der Augenblick, der zählt", sagt sie, "und er ist mit verantwortlich für das Morgen."

 

Patientenbrief

Schon während der Chemotherapie schrieb Annette Rexrodt von Fircks einen offenen Brief an Erkrankte in ihrem Tumorzentrum. Sie wollte ihre positiven Erfahrungen weitergeben, appellieren, dass immer Entscheidungen für das Leben getroffen werden können, auch wenn die Krise noch so groß ist.

 

Dieser Brief "bereiste" anschließend viele andere onkologische Kliniken in ganz Deutschland. "Er soll dort ausliegen, wo sich so häufig Ohnmacht durch die Diagnose Krebs ausbreitet", so Annette Rexrodt von Fircks. Aus ihm wurde ihr erstes Buch "und flüstere mir vom Leben", das kurz nach Veröffentlichung auf der Spiegel-Bestsellerliste erschien. Die Techniker Krankenkasse verlegte den Brief als Broschüre und inzwischen hat er mehr als 100.000 Menschen erreicht.

 

Den gesamten Brief können Sie hier herunterladen und ausdrucken. Der Patientenbrief ist auch in jeder TK-Geschäftsstelle kostenlos erhältlich.

 

 

Der Wegweiser

Insgesamt leben ungefähr 1,45 Millionen Menschen mit der Erkrankung Krebs in Deutschland. Jedes Jahr erkranken 436.000 Menschen neu.

 

Berücksichtigt  man die Familie und Freunde der Erkrankten, so sind Abermillionen Menschen betroffen. "Krebs geht uns alle an", so Annette Rexrodt von Fircks. "Da wir nicht gelernt haben, wie wir solch große Lebenskrisen meistern und überwinden können, möchte ich mit meinem Buch "Ich brauche euch zum Leben" und dem dazu gehörenden Kurz-Wegweiser "Wie kann ich helfen", den Familien und Freunden von Betroffenen Wege aufzeigen, wie sie als Helfer, ohne sich aufzuopfern, mit dem Erkrankten gemeinsam die Krankheit Krebs bewältigen und Heilung unterstützen können."

 

Der von der Techniker Krankenkasse verlegte Wegweiser "Wie kann ich helfen" steht hier als Download (PDF, 912 KB, nicht barrierefrei) bereit.

 

Mama, was hast Du?

Gemeinsam gesund werden - unter diesem Motto steht ein neues Projekt, das die Rexrodt von Fircks Stiftung mit Unterstützung der TK in der Klinik Ostseedeich in Grömitz durchführt. Das Projekt richtet sich an Mütter kleiner Kinder, die erstmals an Brustkrebs erkrankt sind und sieht vor, dass die Frauen direkt nach ihrer akuten Krebstherapie gemeinsam mit ihrem Nachwuchs eine Reha-Behandlung anschließen. Ziel dieser Mutter-Kind-Maßnahme ist dabei vor allem, die Ängste und Nöte der Kinder in die Behandlung einzubeziehen.

 

Krebs. Wer diese Diagnose hört, den trifft es wie ein Hammerschlag. Werde ich wieder gesund? Muss ich bald sterben? Was ist für mich die richtige Therapie? All diese Fragen gehen vielen Patientinnen nicht aus dem Kopf. Für junge Eltern kommt die Sorge um die Kinder hinzu: Wer wird für sie sorgen, wenn ich nicht mehr da sein sollte? Wie sage ich es Ihnen? Wie werden sie es verarbeiten? Wie reagieren sie, wenn sie meine körperlichen Veränderungen sehen?

 

Diese Fragen greift der neue Wegweiser "Mama, was hast Du?" auf, den die TK im Rahmen des Projekts "gemeinsam gesund werden" zusammen mit der Autorin Annette Rexrodt von Fircks herausgibt. Den Wegweiser gibt es kostenlos in jeder TK-Geschäftsstelle. Außerdem steht die Broschüre "Mama, was hast Du?" (PDF, 452 KB, nicht barrierefrei) als Download bereit.

Krebs - und was kann ich selbst tun?

Diese Frage beschäftigte Annette Rexrodt von Fircks von dem Augenblick an, als die erste Ohnmacht nach ihrer beinahe ausweglosen Brustkrebsdiagnose von ihr gewichen war. Sie wollte sich nicht damit zufriedengeben, was andere für sie tun können.

 

Sie wollte von Anfang an selbst bestimmen, wie ihr Leben mit dem Bewusstsein, Krebs zu haben, weitergeht - egal ob es nun noch kurz oder viele Jahre dauern mochte. Annette Rexrodt von Fircks horchte in sich hinein und stellte sich die Frage, wie sie aktiv ihre Selbstheilungskräfte mobilisieren kann. Dabei fand sie schon früh heraus, dass es kein allgemein gültiges Patentrezept gibt.

 

Jeder sollte für sich den Weg finden, gesund und bewusst zu leben und dabei das Leben - auch nach einer schweren Diagnose - zu genießen.

 

Dies ist zu ihrem persönlichen Leitfaden geworden, den sie gern mit anderen Menschen teilt. Wie das im Alltag ganz praktisch gehen kann, fasst der Wegweiser "Krebs - und was kann ich selbst tun?" (PDF, 598 KB, nicht barrierefrei) zusammen.

 

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