Entscheidend ist die Früherkennung. Jährlich erleiden in Deutschland etwa 30.000 Diabetiker einen Schlaganfall, 35.000 sind von einer Herzattacke betroffen und 8.000 Diabetiker haben ein Nierenleiden.
Der Diabetes und seine bedrohlichen Folgeschäden sind aber kein unabänderliches Schicksal, das einen einfach so ereilt. Wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, müssen weder Lebensqualität noch Lebenserwartung beeinträchtigt sein.
Beim Typ-2-Diabetes kann man sogar noch einen Schritt weiter gehen. Hier ist neben einer erblichen Veranlagung vor allem auch der Lebensstil ausschlaggebend für die hohe Erkrankungshäufigkeit:
- Unausgewogene Ernährung wie zu viele leere Kalorien, zu viel Fett und zu wenig Ballaststoffe,
- Übergewicht, vor allem der Fettansatz im Bauchbereich ist gefährlich,
- zu wenig Bewegung und
- Rauchen
fördern die Entstehung der Erkrankung. Häufig kommt erschwerend hinzu, dass noch weitere Störungen, wie zum Beispiel ein zu hoher Blutdruck oder schlechte Fettwerte, vorliegen. Alles Faktoren, die vor allem das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zusätzlich erhöhen.
Die gute Nachricht: Schon kleinere Veränderungen der täglichen Gewohnheiten, wie eine bewusstere Ernährung und regelmäßige Bewegung (zum Beispiel eine halbe Stunde täglich zügig spazieren gehen) können Wunder bewirken und das Risiko für die Zuckerkrankheit und ihre Folgeschäden erheblich verringern. Liegt bereits ein Diabetes vor, ist neben der Anpassung von Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten die möglichst gute Einstellung der Zuckerwerte das A und O, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen.
Autor: Dr. Lütke, Dr. Neufang-Sahr, G. Erdmann, Prof. Scherbaum, erstellt am 21.11.07; zuletzt aktualisiert am 09.09.11
Quelle: Diabetes-Leitlinien der DDG, International Diabetes Federation