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Das Risiko für gesunde Menschen, an Dickdarmkrebs zu erkranken ist erhöht, wenn entweder Verwandte erkrankt sind oder wenn bei einer früheren Dickdarmspiegelung schon einmal ein Dickdarmpolyp (Adenom) festgestellt wurde.

Auf die erblichen (hereditären) kolorektalen Karzinome, die selten sind und nur etwa fünf Prozent aller kolorektalen Karzinome ausmachen, gehen wir hier nicht näher ein.

 

Dickdarmkrebs bei Verwandten

Wenn es bei Verwandten ersten Grades (also Eltern oder Geschwistern) schon einmal eine Dickdarmkrebserkrankung gab, ist das Risiko für Sie und die anderen Familienmitglieder, an Dickdarmkrebs zu erkranken, deutlich erhöht und gegenüber der Normalbevölkerung nahezu verdoppelt.

 

Dies gilt insbesondere, wenn der Betroffene schon vor dem 60. Lebensjahr erkrankte. Für Verwandte zweiten und dritten Grades gilt diese Aussage jedoch nicht.

 

Auch wenn bei Verwandten ersten Grades ein oder mehrere Dickdarmpolypen (Adenome) festgestellt wurden, ist Ihr Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, erhöht.

 

Was können Sie tun?

In diesen Fällen empfehlen wir eine komplette Dickdarmspiegelung und zwar erstmals in einem Lebensalter, das zehn Jahre vor dem Alter liegt, an dem das betroffene Familienmitglied erkrankte. Falls das betroffene Familienmitglied schon vor seinem 60. Lebensjahr erkrankte, sollten die Verwandten ersten Grades spätestens ab dem 40. Lebensjahr untersucht werden.

 

Die Dickdarmspiegelung sollte alle zehn Jahre wiederholt werden. Dasselbe gilt auch für Verwandte von Patienten mit Dickdarmpolypen (Adenome).

 

In der Vergangenheit wurden bereits Polypen entdeckt oder entfernt

Wenn bei Ihnen ein Dickdarmpolyp (kolorektales Adenom) im Rahmen einer Dickdarmspiegelung entdeckt wurde, ist er wahrscheinlich mit einer kleinen Schlinge komplett entfernt worden. Dennoch ist Ihr Risiko, erneut an Dickdarmpolypen aber auch an Dickdarmkrebs zu erkranken, erhöht.

 

Das gilt insbesondere, wenn gleich mehrere Polypen vorlagen, wenn der Polyp besonders groß war (größer als einen Zentimeter) oder wenn die Polypabtragung nicht vollständig erfolgreich war.

erstellt am 10.02.09; zuletzt aktualisiert am 24.08.11

Quelle: Wissensnetzwerk evidence.de der Universität Witten/Herdecke

 
 
 

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