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Was ist Leberkrebs?

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Bösartige Neubildungen der Leber bezeichnet man als Leberkrebs. Entarten die Leberzellen (Hepatozyten) selbst, spricht man vom Leberzellkrebs (Leberzellkarzinom, hepatozelluläres Karzinom, HCC).

Seltener sind maligne (bösartige) Tumoren der Zellen der Gallengänge in der Leber (cholangiozelluläre Karzinome), noch seltener die sogenannten Hepatoblastome, Angiosarkome und undifferenzierten Karzinome.

 

Mit über 90 Prozent der Fälle ist das Leberzellkarzinom die häufigste primäre (vom Lebergewebe ausgehende) bösartige Neubildung der Leber. Als sekundäre Karzinome findet man am häufigsten Tochtergeschwülste (Metastasen) anderer bösartiger Tumorleiden (zum Beispiel Darm-, Brust-, Lungenkrebs), die sich auf die Leber ausgebreitet haben.

 

Interessant sind die erheblichen regionalen Unterschiede bei der Häufigkeit des Leberzellkarzinoms:

 

Während es in Europa und den USA mit rund fünf Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern relativ selten ist und vor allem bei Männern im höheren Lebensalter vorkommt (über 50 Jahre), erkranken in Afrika und Asien jährlich mehr als 100 Menschen pro 100.000 Einwohner an einem hepatozellulären Karzinom Glossar-Symbol, am häufigsten zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

 

Welche Aufgaben hat die Leber?

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers. Dementsprechend hat sie viele Aufgaben:

 

  • Bereitstellung von Energie: Die aus Magen und Darm stammenden Nährstoffe werden zu Energie (Zucker, Fette) umgebaut
  • Herstellung von Blutgerinnungsfaktoren
  • Herstellung von Gallenflüssigkeit für die Fettverdauung und Speicherung in der Gallenblase
  • Filterfunktion
  • Entgiftungsfunktion

Autor: Dr. med. Martina Waitz; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 17.08.11

Quelle: Becker, H.D.: Chirurgische Onkologie. Thieme (2001); Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2003); Internetauftritt der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (www.krebsgesellschaft.de/)

 
 
 

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