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Welche Aufgaben hat die Leber?

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Die Leber wandelt Nahrungsbestandteile in Energielieferanten und Bauteile für die Erneuerung und den Aufbau von Gewebe um. Eine weitere wichtige Aufgabe der Leber ist die Entgiftung: Mit der Nahrung aufgenommene Giftstoffe oder giftige Stoffwechselprodukte werden hier so umgebaut, dass sie aus dem Körper ausgeschieden werden können.

Darüber hinaus produziert die Leber die Gallenflüssigkeit, die für die Fettverdauung notwendig ist, sowie Stoffe, die bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen.

 

Was versteht man unter Leberverfettung und Fettleber?

Bei einer Leberverfettung handelt es sich um eine gesteigerte Einlagerung von Körperfetten in das Lebergewebe. Von einer Fettleber (Steatosis hepatis) spricht man, wenn mehr als die Hälfte aller Leberzellen Fetttropfen eingelagert haben. Kommt es zusätzliche zu einer durch die Fettsäuren ausgelösten Entzündung, spricht man von einer Fettleberhepatitis.

 

Mit rund 20 Prozent Vorkommen in der Bevölkerung ist die Fettleber die häufigste Lebererkrankung in Deutschland.

 

Was sind die Ursachen der Leberverfettung?

In Deutschland und den anderen westlichen Ländern sind übermäßiger Alkoholkonsum sowie Überernährung die Hauptursachen der Leberverfettung.

 

Weitere mögliche Ursachen einer Leberverfettung sind bestimmte Medikamente, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie). Seltener tritt eine Fettleber aufgrund einer dauerhaften Fehlernährung, Umweltgiften oder während einer Schwangerschaft auf.

 

Wie wird eine Fettleber erkannt?

Die Fettleber macht in der Regel keine Beschwerden. Bei der Fettleberentzündung kommen in etwa der Hälfte der Fälle unterschiedliche Beschwerden vor, beispielsweise Druckgefühl im Oberbauch, Völlegefühl oder Abgeschlagenheit. Vor allem wenn der Betroffene übergewichtig ist, viel Alkohol trinkt oder andere Risikofaktoren vorliegen, sollte an eine Fettleber gedacht werden.

 

Die Erkrankung wird häufig zufällig im Rahmen einer allgemeinen Untersuchung beim Hausarzt erkannt. Hier sind der klinische Untersuchungsbefund, insbesondere die vergrößerte Leber, spezielle Laboruntersuchungen sowie die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes (Sonographie) richtungsweisend.

 

Eine Gewebeprobenentnahme (Leberbiopsie) kann unter Umständen sinnvoll sein, um den Schweregrad der Fettleber und den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen.

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Autor: Hubertus Fries; Dr. med. Maria-Anna Schoppmeyer, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Stefan Karakaya am 17.08.11

Quelle: Hahn/Riemann: Klinische Gastroenterologie. Thieme, 2000; Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, 2002 und 2007.

 
 
 

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