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Frau mit Bauchschmerzen

Funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen – Reizdarmsyndrom

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Magen- und Darmprobleme sind einer der häufigsten Anlässe, um eine Arztpraxis aufzusuchen. Die Beschwerden können von einem Infekt oder einer organischen Krankheit ausgelöst werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Patient unter einer funktionellen Magen-Darm-Erkrankung leidet – insbesondere, wenn die Beschwerden regelmäßig über einen längeren Zeitraum auftreten.

Mediziner bestimmen das Krankheitsbild nach diesen Kriterien:

 

  • Im oberen oder unteren Abschnitt des Verdauungsapparats treten oft starke Beschwerden auf.
  • Sie halten seit mehr als zwölf Wochen in den vergangenen sechs Monaten an oder wiederholen sich.
  • Eine organische Erkrankung ist ausgeschlossen. Auf Anzeichen hin überprüft werden müssen: Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünn- und Dickdarm, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Harn- und Geschlechtsorgane.

     

Um die funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen besser erkennen und behandeln zu können, unterscheiden die Ärzte dann noch einmal zwischen Beschwerden des oberen und des unteren Verdauungsapparates. Den Magen betreffend sprechen sie von funktioneller Dyspepsie oder Reizmagen, bei Darmproblemen vom Reizdarmsyndrom.

 

In den Industrieländern gehören Reizmagen und Reizdarmsyndrom zu den häufigsten Verdauungsstörungen. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Klinische Studien haben gezeigt, dass die Mehrzahl der Patienten sowohl von Beschwerden im Ober- als auch im Unterbauch betroffen sind.

 

Patienten mit einem Reizmagen oder einem Reizdarmsyndrom verbindet aufgrund ihrer Beschwerden eine große psychische Anspannung. Insgesamt können beide Erkrankungen den Alltag der Betroffenen stark beeinträchtigen. Darüber hinaus ist eine möglichst klare Diagnose von großem Wert, denn viele Patienten stehen zusätzlich unter hohem Leidensdruck, weil sie eine organische Erkrankung hinter ihren Symptomen vermuten.

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Autor: Anne Fischer; Prof Dr. med. Roland Gugler (med. Fachlektorat), erstellt am 16.01.12

Quelle: TK-Broschüre Reizmagen und Reizdarmsyndrom. Techniker Krankenkasse (2011)

 
 
 

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