Der Verdauungsapparat besteht aus einem verzweigten System, an dem mehrere Organe beteiligt sind, nämlich Mund, Speiseröhre, Leber, Magen, Galle, Bauchspeicheldrüse sowie der Dick- und Dünndarm. Die Verbindung schafft ein Muskelschlauch, der im Mund beginnt und fortan die Nahrung durch den Körper leitet. Schon der erste Biss in ein Lebensmittel setzt den Verwertungsprozess in Gang.
Eine ausreichende Ernährung ist dabei lebenswichtig: Denn aus den Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, zieht unser Körper die Energie, die er benötigt.
Mittels der Verdauung spaltet er Nährstoffe aus der Nahrung in ihre Bestandteile auf. Was der Organismus verwenden kann, wird zu den entsprechenden Bereichen transportiert. Die unverdaulichen Reste scheidet der Körper aus.
Die Verdauung beginnt bereits im Mund
Beim Kauen zerkleinert der Mensch die Nahrung in der Mundhöhle und vermengt sie gleichzeitig mit Speichel. Hierbei beginnt bereits die Aufspaltung der Kohlenhydrate, einem der drei Hauptbestandteile der Nahrung. Neben den Kohlenhydraten sind das Eiweiße und Fette. Dazu kommen Vitamine und Mineralstoffe.
Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette sind die drei Hauptbestandteile der Nahrung.
Die Kohlenhydrate werden in der Mundhöhle von einem bestimmten Enzym in kleinere Einheiten, etwa Traubenzucker (Glucose), geteilt. Schluckt der Mensch, wandert der Speisebrei durch den Rachen in die Speiseröhre (Ösophagus), die im Mageneingang mündet.
Normalerweise ist der Übergang durch die Muskeln der Speiseröhre und des Zwerchfells verschlossen. Ausgelöst durch das Schlucken entspannen sich die Muskeln aber, sodass die Nahrung in den Magen rutscht. Außerdem verhindert ein Schließmuskel, dass Teile davon zurück in die Speiseröhre wandern. Ist diese Schleuse nicht intakt, kann der Magensaft ungehindert in die Speiseröhre fließen – so entsteht Sodbrennen.
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Autor: Anne Fischer; Prof Dr. med. Roland Gugler (med. Fachlektorat), erstellt am 04.01.12
Quelle: TK-Broschüre Reizmagen und Reizdarmsyndrom. Techniker Krankenkasse (2011); Thieme Innere Medizin. Georg Thieme Verlag (1999).

