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Wassertropfen auf Wasseroberfläche

Ursachen – keine gesicherten Erkenntnisse

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Funktionelle Dyspepsie und Reizdarmsyndrom teilen die Eigenschaft, dass Magen und Darm organisch nicht krankhaft verändert sind. Es gibt verschiedene Faktoren, durch die diese Krankheiten nach aktuellem Stand der Wissenschaft entstehen.

Außergewöhnliche psychische Belastungen wie Angst, Panik oder Depressionen, die sich auf den Magen-Darm-Trakt übertragen, sind ein möglicher Auslöser der funktionellen Dyspepsie.

 

In diesem Fall hätte die Krankheit einen psychosomatischen Hintergrund: Die seelische Anspannung äußert sich parallel oder auch zeitlich verzögert durch körperliche Beschwerden.

 

Beim Reizdarmsyndrom gibt es keine gesicherten Erkenntnisse über den Hintergrund der Erkrankung. Die Ärzte vermuten als Hauptursache, dass die Darmwand der Betroffenen empfindlicher auf Dehnung reagiert als bei gesunden Menschen.

 

Einfluss der Geschwindigkeit

Transportiert die Darmmuskulatur den Nahrungsbrei zu schnell, wird ihm nicht genug Wasser entzogen – die Folge ist Durchfall. Rutscht der Speisebrei zu langsam durch den Darm, kommt es zu Verstopfung. Denn dem Nahrungsbrei wurde zu viel Wasser entzogen.

 

Transport des Speisebreis durch den Darm

Die Geschwindigkeit, in der der Speisebrei durch den Darm transportiert wird, ist entscheidend für seine Beschaffenheit:

 

Transport des Speisebreis durch den DarmBei durchschnittlicher Geschwindigkeit (Abbildung links) verläuft auch die Verdauung normal. Bewegt sich der Speisebrei zu schnell, kommt es zu Durchfall (Abbildung Mitte). Wenn die Nahrung zu langsam durch den Darm rutscht, entsteht Verstopfung (Abbildung rechts).Bild vergrößernBei durchschnittlicher Geschwindigkeit (im Bild links) verläuft auch die Verdauung normal. Bewegt sich der Speisebrei zu schnell, kommt es zu Durchfall (im Bild in der Mitte). Wenn die Nahrung zu langsam durch den Darm rutscht, entsteht Verstopfung (im Bild rechts).

 

Krämpfe entstehen, wenn sich die Muskulatur übermäßig zusammenzieht. Die Beschwerden werden häufig noch von einer gestörten Bewegungsfähigkeit des oberen Verdauungstraktes, der Gallenwege, Harnblase und der Lungenfunktion begleitet. Vergleichbar zum Reizmagen kann das Reizdarmsyndrom bei einigen Patienten wohl auch aus einer früheren Darminfektion hervorgehen.

Das Ursachen-RadPsychische Belastungen sind weniger die Ursache als die Folge eines Reizdarmsyndroms.Bild vergrößern 

Einfluss der Psyche

Ein weiterer Grund, dass ein Reizdarmsyndrom entsteht, könnte ein gestörter Informationsaustausch zwischen Gehirn und Darm sein: Große psychische Belastungen könnten die Darmtätigkeit vermindern oder beschleunigen. Allerdings sind sich die Wissenschaftler darüber einig, dass bei einem Teil der Patienten psychische Störungen eher die Folge des Reizdarmsyndroms sind und nicht dessen Ursache. Ist die Psyche jedoch erst einmal angegriffen, verstärken sich mitunter auch die Symptome – ein Kreislauf entsteht

 

Einfluss der Ernährung

Bestimmte Nahrungsmittel, die Ernährungsweise und das Essverhalten eines Patienten scheinen seinen Zustand zwar zu beeinflussen, sie lösen die Beschwerden aber nicht aus.

erstellt am 16.01.12

Quelle: TK-Broschüre Reizmagen und Reizdarmsyndrom. Techniker Krankenkasse (2011)

 
 
 

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