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Mann vor blauem Himmel

Die Erkrankung verstehen und akzeptieren

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Menschen, die unter Verdauungsstörungen leiden, begleiten große Unsicherheit, Scham und vielleicht sogar Selbstzweifel: Sind meine Beschwerden nur Kopfsache? Bilde ich mir das alles nur ein? Gibt es tatsächlich keine organische Ursache für meine Schmerzen? Warum versteht mich niemand? Ärzte können die funktionellen Magen-Darm-Krankheiten nicht anhand eindeutiger Tests feststellen – das macht die Diagnose so schwierig und erklärt, warum manche Patienten viele Anläufe nehmen müssen, um entsprechende Hilfe zu erhalten.

Funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen haben dennoch eine Gemeinsamkeit: Sie verlaufen individuell. Menschen mit Reizmagen und Reizdarmsyndrom weisen eine Vielzahl von Symptomen auf, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sind und auf unterschiedliche Auslöser zurückgehen – kein Patient ist mit dem anderen vergleichbar, jeder Krankheitsverlauf spezifisch.

 

Eine korrekte Diagnose ist daher der erste und eigentlich wichtigste Schritt: Das diffuse Beschwerdebild bekommt dann endlich einen Namen und der Patient Gewissheit über seinen Zustand. Steht die Diagnose fest, können Arzt und Patient auch über geeignete Gegenmaßnahmen sprechen.


Da Sie sich auf eine längerfristige, ganzheitliche Therapie einstellen müssen, ist es wichtig, einen Arzt auszuwählen, der erfahren mit dieser Art Krankheitsbild ist und dem Sie vertrauen können. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt, um sich eingehend über die Erkrankung, Ursachen und Therapieansätze zu informieren.

 

Medikamente werden bei Patienten mit funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen hauptsächlich kurzfristig eingesetzt, um ihre Beschwerden zu lindern. Das Wichtigste ist jedoch, dass Sie sich eingehend mit sich selbst und Ihrem Alltag beschäftigen. So finden Sie mögliche Stressfaktoren und können Ihr Leben in gewissen Punkten umstellen und vor allem entschleunigen.

 

Das Krankheitsbild kann sich verändern, Therapien nicht anschlagen: Auch wenn die Diagnose steht, ist der weitere Behandlungsverlauf nicht immer eindeutig. In Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt gilt es, den für Sie richtigen Weg zu finden, Ihre Erkrankung zu akzeptieren, mit den Symptomen zurechtzukommen, um letztlich wieder zu mehr Lebensqualität zurückzufinden

Autor: Anne Fischer; Prof Dr. med. Roland Gugler (med. Fachlektorat), erstellt am 10.01.12

Quelle: TK-Broschüre Reizmagen und Reizdarmsyndrom. Techniker Krankenkasse (2011)

 
 
 

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