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drei Menschen machen Yogaübungen

Blick auf Ihr Leben - wie Sie sich selbst helfen können

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Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist eine Heilung der funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen nicht möglich. Das Ziel der Therapie besteht vielmehr darin, dass Sie Ihre Beschwerden langfristig in den Griff bekommen und so wieder aktiver und unbeschwerter leben können.

Wenn der Arzt die Diagnose "Funktionelle Magen-Darm-Erkrankung“ stellt, sind einige Patienten zunächst froh, dass sie nicht unter einer lebensbedrohlichen Krankheit leiden. Für andere, die sich manchmal von ihrem Umfeld oder auch von Ärzten nicht ganz ernst genommen fühlen, ist es ein Fortschritt, überhaupt eine Diagnose zu erhalten. So werden sie nicht mehr als nervöser Charakter eingestuft, dessen Beschwerden von allein wieder abklingen.

 

Die Diagnose ist für diese Patienten daher ein erster Schritt, einen anderen Umgang mit der Krankheit zu finden: Magen-Darm-Probleme werden generell nur ungern thematisiert, auch für mehrmalige Toilettengänge schämen sich die Betroffenen. Die Tatsache, dass eine Erkrankung die Symptome auslöst, erleichtert es ihnen bisweilen, die Angelegenheit offener anzusprechen. Ihr Arzt wird Sie im Gespräch beraten, wie Ihnen am besten geholfen werden kann.


Da die Ursachen von Reizmagen und Reizdarmsyndrom noch nicht zufriedenstellend geklärt sind, fällt es Medizinern allerdings schwer, geeignete Therapien zu entwickeln: Eine allgemeine Behandlungsmethode gibt es nicht. Dennoch steht fest, dass sich das Vorgehen nach den vorherrschenden Beschwerden richtet und längst nicht alle Patienten Medikamente benötigen.

 

Auseinandersetzung mit dem Alltag

Stress und psychische Belastungen könnten eine Ursache von Reizmagen und Reizdarmsyndrom sein - oder die Beschwerden zumindest verstärken. Wenn es also darum geht, die Symptome zu lindern, ist eine intensive Auseinandersetzung mit Ihrem Alltag unvermeidbar.

 

Der Arzt wird Ihnen raten, Ihr Berufs- und Privatleben auf bestimmte Merkmale abzuklopfen: Welche Situationen und Umstände lösen bei Ihnen Stress oder Überforderung aus? Wie äußert sich das? Fühlen Sie sich von anderen zu stark beansprucht? Kennen Sie Wege, mit Ihrer Anspannung umzugehen? Vielleicht gelingt es Ihnen schon im Gespräch mit dem Arzt, gewisse Schwachstellen zu benennen.

 

Niemand ist in der Lage, Stress dauerhaft auszuweichen, aber ein bewusster Umgang mildert ihn zumindest ab. Daher ist es wichtig, eine persönliche Strategie zu entwickeln, wie Sie Nervosität und Überlastung künftig begegnen wollen.

 

Entspannung und Bewegung

Als guten Ausgleich empfinden viele Menschen Entspannungsübungen oder Stressbewältigungstrainings, etwa Autogenes Training, Hatha Yoga oder Progressive Muskelentspannung. Diese und weitere Kursangebote finden Sie unter www.TK.de/gesundheitskurse oder in Sportvereinen und Volkshochschulen.

 

Im Rahmen der Übungen konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Körper und Ihre Atmung. Dadurch können Sie den Alltag für eine gewisse Zeit ausblenden. Um Anspannung abzubauen, powern sich andere dagegen lieber aus. Sportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen sind dazu besonders geeignet. Egal, für was Sie sich letztlich entscheiden: Bewegung ist ein Ventil für psychischen Druck und kann Sie bei der Stressbewältigung unterstützen. Als weiteren positiven Effekt regt sie die Verdauung an.

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Autor: Anne Fischer; Prof Dr. med. Roland Gugler (med. Fachlektorat), erstellt am 09.01.12

Quelle: TK-Broschüre Reizmagen und Reizdarmsyndrom. Techniker Krankenkasse (2011)

 
 
 

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